Europa

Dobrindt für Ende der Roaming-Kosten

Verkehrsminister Dobrindt ist für eine Abschaffung der Roaming-Gebühren in Europa. Ein gemeinsamer europäischer Markt sei ohne Roaming-Gebühren schneller zu erreichen. Der Vorschlag wird auch in der EU schon länger diskutiert.

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Berlin (AFP/red) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich für die Abschafung der Roaming-Gebühren in Europa ausgesprochen. Der Minister sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag, es dürfe für den Verbraucher "keinen Unterschied machen, ob er sich beim Nutzen digitaler Angebote über Ländergrenzen hinweg bewegt". Ohne Roaming-Gebühren sei das europäische Ziel eines gemeinsamen Marktes mit 350 Millionen Menschen sehr viel schneller zu erreichen, sagte Dobrindt.

Roaming-Gebühren in der EU gedeckelt

Die EU deckelt bereits seit Jahren die Preise für Telefonate und das mobile Surfen innerhalb Europas. Zum Juli vergangenen Jahres waren die Preise erneut gesunken. Allerdings kann vor allem das mobile Surfen im Ausland noch immer zur Kostenfalle werden. Hier wird nach Megabyte Datenverkehr abgerechnet.

Das Europaparlament stimmte Anfang April vergangenen Jahres einem Verordnungsentwurf zur Telekommunikation zu, nach dem die Roaming-Gebühren bis Ende dieses Jahres abgeschafft werden sollen. Das Parlament muss sich aber mit dem Ministerrat, in dem alle EU-Staaten vertreten sind, auf eine gemeinsame Linie einigen.

Quelle: AFP

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