Folgen der Pandemie

EU-Roaming: Corona schrumpft Datenvolumen und halbiert SMS

Die im letzten Jahr verhängten Reisebeschränkungen wirken sich auf das Roaming aus. Insgesamt wurden 11 Prozent weniger Daten übertragen, Gesprächsminuten viertelten sich und die klassische SMS brach um die Hälfte ein.

Christoph Liedtke, 26.03.2021, 10:59 Uhr (Quelle: DPA)
Handytarife© Rawpixel.com / Fotolia.com

Durch Reiseeinschränkungen und weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie ist das Roaming-Datenvolumen deutlich gesunken. Der im EU-Ausland generierte Datenverkehr, der auf das Konto von deutschen Handyverträgen geht, sackte im Jahr 2020 um 11 Prozent auf 88,3 Millionen Gigabyte ab.

2,9 Milliarden Gesprächsminuten, 110 Millionen SMS

Das geht aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht, die der dpa vorliegen. Ein Jahr zuvor lag die Zunahme noch bei rund 50 Prozent - damals zückten immer mehr Reisende im europäischen Ausland bedenkenlos ihr Smartphone, weil sie dank EU-Regeln keine Extrakosten fürchten müssen.

Die Pandemie stoppte das Volumenwachstum. Der Grund: Es gab viel weniger Reisende als zuvor. Die Anzahl der im EU-Ausland abgehenden Verbindungsminuten ging um ein Viertel zurück auf 2,9 Milliarden. Die Zahl der versendeten SMS brach sogar um die Hälfte ein auf 110 Millionen.

Wegen des Trends zu Chat-Apps und anderen Digitalanwendungen sinkt das Interesse an der SMS-Kommunikation schon seit Jahren, Corona hat den Trend nun beschleunigt - 2019 hatte das Minus bei den Kurzmitteilungen nur bei einem Fünftel gelegen.

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