Eurotarif

EU-Roamingkosten sinken ab Juli weiter

Die Roamingkosten innerhalb der EU sinken ab Juli auf die nächste Stufe. Kostengrenzen gibt es für Telefonate, SMS und Megabyte. Bei 60 Euro wird die Verbindung gekappt. Vor allem außerhalb der EU ist jedoch weiterhin Vorsicht geboten.

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Berlin (dpa/tmn) - Horrorfantasien von rauchenden Gebührenzählern plagen so machen Urlauber, wenn er ans Telefonieren oder Surfen mit dem Handy denkt. Doch zumindest innerhalb der EU sind solche Ängste unbegründet, seit es Preisobergrenzen fürs Roaming gibt. Und am 1. Juli sinken die Maximalgebühren noch einmal.

Das kostet EU-Roaming ab Juli

Eine Telefonminute innerhalb der EU darf dann nur noch rund 23 Cent pro Minute kosten (inklusive Mehrwertsteuer), eine SMS nur noch sieben Cent. Wer angerufen wird, zahlt höchstens sechs Cent. Ein Megabyte Daten kostet ab Juli noch maximal 24 Cent. Schutz vor Albtraumrechnungen bietet in jedem Fall ein automatischer Kostendeckel für mobile Datennutzung. Erreicht der Nutzer einen Betrag von knapp 60 Euro, wird die Verbindung automatisch getrennt. Außerhalb Europas kann diese Funktion auch verfügbar sein. Ist sie es nicht, müssen Netzanbieter beim Grenzübertritt darüber informieren.

Nicht immer ist der beste Tarif eingestellt

"Als Verbraucher sollte man vor Antritt der Reise schauen, welcher Tarif für einen eingestellt ist", rät Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Da ist zum einen der von der EU festgelegte sogenannte Eurotarif, den die Provider aber anders bezeichnen können. Er legt Höchstpreise fest - auch fürs Surfen. Daneben dürfen die Provider aber auch eigene Auslandsoptionen anbieten. Und es gibt Anbieter, die bereits auf Roaminggebühren verzichten und europaweit den gleichen Preis berechnen wie in Deutschland. Dieses Ziel peilt die EU-Kommission ohnehin für 2015 an.

Außerhalb der EU lauern weiter Fallen

Vorsicht ist außerhalb der EU geboten. "Da sind die Minuten- und Megabytepreise nicht gedeckelt", warnt Thomas Bradler. Und außerhalb der EU muss nicht auf einem anderen Kontinent sein. "Aufpassen muss man in der Türkei und der Schweiz" sagt Kai Littmann vom Europäischen Verbraucherschutzzentrum ECC. Denn auch dort gelten andere Roaminggebühren. "Da muss man vorher gut vergleichen. Eventuell ist es billiger, vor Ort eine Prepaidkarte zu kaufen."

Mit ausländischen Prepaid-Karten surfen

Ob innerhalb oder außerhalb der EU: Wer im Urlaub viel Zeit im Internet verbringen möchte, ist meist mit einer Prepaidkarte aus dem Urlaubsland am besten bedient. Gerade bei Datentarifen ist das in der Regel günstiger als Auslandsoptionen. Als Alternative bieten die meisten Anbieter Tages- oder Wochenpässe mit begrenztem Datenvolumen an. Diese kosten zwischen zwei und 15 Euro, lohnen aber meist nur in der EU. Außerhalb sind sie teurer und bieten weniger Datenvolumen.

Quelle: DPA

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