Einheitstarif

EU will Handy-Auslandstelefonate zum Inlandspreis

Reisende sollen nach Willen der EU-Kommission für Handytelefonate im Ausland bald nicht mehr zahlen müssen als im Inland. Die so genannten Roaminggebühren, die für die Handynutzung im Ausland anfallen, sollen in fünf Jahren ad acta gelegt werden.

Roaming© Cheyenne / Fotolia.com

Brüssel (red) – Die EU-Kommission hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur so genannten Roamingverordnung am Mittwoch begrüßt und sieht sich in ihrem harten Kurs bestätigt. Bis 2015 will sie die Gebühren, die bei Handytelefonate im Ausland anfallen, ganz abschaffen. Das würde bedeuten, dass man dann im EU-Ausland zum gleichen Preis telefonieren kann wie im Inland.

Regulation sei notwendig

Der Europäische Gerichtshof habe bestätigt, dass die Regulation der Auslandstarife fürs Handy rechtmäßig und auch notwendig ist. Nur so könne man Endkunden vor übermäßig teuren Tarifen schützen und einen einheitlichen EU-Binnenmarkt schaffen, heißt es in der Stellungnahme der EU-Kommission zum Gerichtentscheid.

Gleiche Tarife für In- und Ausland

Nach Ansicht der Kommission sei es nicht gerechtfertigt, dass Mobilfunkanbieter merklich höhere Preise für Roaming-Dienste abverlangen. Die Bereitstellungskosten im In- und Ausland würden sich nicht wesentlich unterscheiden. Seit dem in Kraft treten der Roamingverordnung im Juni 2007 seien die Preise für Handytelefonate im Ausland um 70 Prozent gefallen, die für SMS um rund 60 Prozent. Ab Juli werden die Preisobergrenzen nochmals gesenkt. In fünf Jahren sollen die Roaming-Gebühren dann ganz ad acta gelegt werden.

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