Urteil

Fahrlehrer darf bei der Fahrt telefonieren

Ein Fahrlehrer darf während einer Ausbildungsfahrt ohne Freisprecheinrichtung mit dem Handy telefonieren, wenn der Fahrschüler schon geübt ist. Das entschied der Oberlandesgericht Düsseldorf.

Führerscheinprüfung© Alexander Raths / Fotolia.com

Düsseldorf (dpa/tmn/red) - In einem solchen Fall "führt" der Fahrlehrer das Auto nicht im eigentlichen Sinne, so das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az.: IV-1 RBs 80/13). Dafür müsste der Telefonierende den Wagen in Bewegung setzen oder während der Fortbewegung lenken. Ein Führen "alleine durch Worte" reicht nicht aus.

Freispruch für telefonierenden Fahrlehrer

In dem verhandelten Fall hatte der telefonierende Fahrlehrer aufgrund der soliden Fähigkeiten des Schülers nicht in die Steuerung des Wagens eingreifen müssen, berichtet der ADAC. Zwar gilt der Fahrlehrer bei Ausbildungsfahrten als Führer des Kraftfahrzeugs, wenn er den fahrenden Schüler begleitet. Diese gesetzliche Fiktion kann eine Ahndung des Betroffenen aber nicht rechtfertigen. Der Fahrlehrer wurde freigesprochen.

Quelle: DPA

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