Bieterkampf

Frequenzauktion bringt 5,1 Milliarden Euro ein

Die Mobilfunk-Frequenzauktion ist beendet und hat insgesamt 5,1 Milliarden Euro eingebracht. Alle drei Bieter kamen zum Zug, wobei Vodafone das meiste Geld ausgibt. Die Erlöse sollen in den Breitbandausbau fließen.

Handymast© VRD / Fotolia.com

Mainz/Bonn (dpa-AFX/red) - Mit Erlösen von knapp 5,1 Milliarden Euro ist die Auktion um neue Mobilfunkfrequenzen für das schnelle Internet zu Ende gegangen. Nach einem dreiwöchigen Bieterkampf fiel in der Niederlassung der Bundesnetzagentur in Mainz am Freitag der Hammer. Alle drei Anbieter seien erfolgreich gewesen, teilte die Bundesnetzagentur mit.

So viel zahlen Telekom, Telefónica und Vodafone

Für die Nutzungsrechte zum Ausbau des schnellen mobilen Internets müssen Telefónica Deutschland (o2, E-Plus) 1,2 Milliarden, die Deutsche Telekom 1,8 Milliarden und Vodafone 2,1 Milliarden Euro zahlen. Die Auktionserlöse fließen an den Bund, der sie zum Teil wiederum in die Förderung des Breitbandausbaus stecken will. Das Mindestgebot für die Frequenzpakete hatte bei 1,5 Milliarden Euro gelegen. Vor Beginn der Auktion galten die Funkfrequenzen aus dem 700 Megahertz-Bereich als besonders begehrt.

Begehrte Frequenzen

Die Versteigerung lief in vielen Runden seit Ende Mai. Besonders umkämpft waren die GSM-Frequenzen aus den Bereichen 900 und 1800 Megahertz, die 2016 auslaufen und neu vergeben werden. Dort lieferten sich die Deutsche Telekom und Vodafone um einige Blöcke einen heißen Bieterkampf. Kleinere Anbieter waren nicht dabei. Sie wurden entweder abgewiesen oder verzichteten, weil ihnen etwa das Mindestangebot zu hoch war. Ihre Eilanträge vor Gericht wurden abgewiesen.

Erlöse der letzten Auktion getoppt

Die Auktion brachte damit mehr ein als die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen vor fünf Jahren. Damals hatten die Unternehmen 4,4 Milliarden Euro für neue Mobilfunkfrequenzen gezahlt. Unerreicht blieben die 50,8 Milliarden Euro, die die spektakuläre UMTS-Auktion im Jahr 2000 eingespielt hatte.

Nach bisherigen Plänen soll ein Teil der Auktionserlöse, die anteilig auf Bund und Länder verteilt werden, zur weiteren Förderung des Breitbandausbaus in Deutschland wie zum Beispiel für Glasfaserleitungen, eingesetzt werden. "Das Geld muss jetzt schnell und direkt in den Ausbau des schnellen Internets fließen", forderte die Sprecherin für Digitale Infrastruktur der Grünen-Bundestagsfraktion, Tabea Rößner.

Quelle: DPA

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