Videospiele

Gaming: Deutsche spielen am liebsten auf Smartphones

Das Smartphone ist Deutschlands beliebteste Spieleplattform. Im Pandemie-Jahr 2020 setzte es sich weiter von Konsolen, PCs und Tablets ab. Die Industrie boomt vor allem in den Bereichen In-App-Käufe und Hardware.

Christoph Liedtke, 04.08.2021, 10:44 Uhr (Quelle: DPA)
Junge Menschen mit Smartphone© leszekglasner / AdobeStock

Im vergangenen Corona-Jahr haben immer mehr Menschen in Deutschland auf ihrem Smartphone gespielt und dafür oft zusätzliches Geld ausgegeben. 22,6 Millionen Menschen griffen 2020 zum Smartphone, um zu spielen, wie der Game-Verband am Mittwoch mitteilte. Die Daten wurden vom Marktforschungsunternehmen GfK ermittelt. Damit baut das Smartphone seinen Vorsprung als beliebteste Spieleplattform aus.

Konsolen beliebter als PCs und Tablets

Auf dem zweiten Platz verdrängten die Konsolen (17,2 Millionen Spieler) den PC (15,2 Millionen Spieler) auf den dritten Rang. Spielekonsolen waren auch im Handel besonders beliebt. Sowohl Nintendos Switch, die bereits seit dem Frühjahr 2017 erhältlich ist, als auch die beiden neuen Modelle PlayStation 5 von Sony und Xbox Series X/S von Microsoft, die gegen Ende 2020 erschienen sind, waren vielerorts ausverkauft. Tablets als Spielgerät landen hingegen abgeschlagen auf Platz 4 mit 9,9 Millionen Spielerinnen und Spielern.

"Smartphones konnten von dem starken Interesse an Games im vergangenen Jahr besonders profitieren", sagte Game-Geschäftsführer Felix Falk. "Der Grund hierfür ist klar: Die Geräte sind in der Regel schon vorhanden und das Angebot an Spiele-Apps ist riesig." Zudem würden die meisten Titel als Free-to-Play-Spiele angeboten, so dass jeder schnell und ohne Kosten losspielen könne.

Fette Umsätze mit Spielen, Konsolen und Hardware

Das große Interesse an den Spielen steigert auch die wirtschaftliche Bedeutung der Branche. Der deutsche Games-Markt verzeichnete 2020 einen deutlichen Umsatzsprung: Insgesamt wurde mit Computer- und Videospielen sowie der dazugehörigen Hardware ein Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mit Spielekonsolen, Gaming-PCs und Zubehör wurden mehr als 3,2 Milliarden Euro umgesetzt. Das ist ein Plus von 26 Prozent. Noch stärker ist der Teilmarkt für Computer- und Videospiele gewachsen: 5,2 Milliarden Euro konnten mit dem Kauf von Games, In-Game- und In-App-Käufen, Abonnements sowie Gebühren für Online-Dienste umgesetzt werden. Damit legte dieser Teil des Marktes um 36 Prozent zu.

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