London

Gefängnisausbruch per Smartphone

Mit dem Smartphone kann man so einiges anstellen und, wie ein Häftling in London bewies, sogar die eigene Freilassung aus dem Gefängnis erwirken. Er wandte dazu einen ganz ähnlichen Trick an wie den, mit dem er auch schon mehrere Banken bestohlen hatte.

Rechtsprechung© Gina Sanders / Fotolia.com

Londen (red) – Ein Häftling im Wandsworth-Gefängnis in London konnte mit seinem Smartphone sehr geschickt seine Flucht arrangieren. Wie die BBC berichtet, richtete er sich dafür eine Webseite ein, deren Adresse ganz ähnlich der Adresse eines zuständigen Gerichts war. Auch eine entsprechende E-Mail-Adresse beschaffte er sich. Dann gab sich Häftling Neil Moore als einer der Justizangestellten in einer höheren Position aus und ordnete seine eigene Freilassung an. Am 10. März wurde er entlassen. Dass es sich dabei um Betrug handelte, fiel aber erst nach drei Tagen auf, als seine Anwälte ihn aufsuchen wollten.

Moore erschlich sich rund 2,5 Millionen Euro

Auf ganz ähnliche Art und Weise war der Gauner überhaupt erst in das Gefängnis gekommen. Mit vier unterschiedlichen Identitäten hatte Moore sich in mehreren Betrugsfällen Geld erschwindelt. Beispielsweise hatte er sich als Personal der Barclays Bank und Lloyds Bank verkleidet und konnte so Angestellte überzeugen, ihm große Mengen an Geld zu überlassen. Sogar als Frau habe sich Moore am Telefon erfolgreich ausgegeben. Insgesamt konnte er so rund 2,5 Millionen Euro stehlen. Am Ende stellte sich Moore wieder freiwillig der Polizei. Am 20. April soll das Gericht ein Urteil fällen.

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