Warnung

Gefahr für den Wettbewerb durch Mobilfunk-Fusion?

Die Fusion von o2 und E-Plus könne zu einer Verringerung des Wettbewerbs auf dem Markt führen, warnt der Vorsitzende der Monopolkommission. Die erneute Versteigerung der Frequenzrechte ist damit wieder ins Gespräch gerückt.

Handymast© Wolfgang Cibura / Fotolia.com

Frankfurt/Main (AFP/red) - Die Monopolkommission warnt vor der geplanten Fusion der Mobilfunkanbieter E-Plus und o2 (www.o2-online.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) in Deutschland und schlägt gegebenenfalls die Umverteilung der Funkfrequenzen vor. "Wir stehen der Tendenz zu mehr Konzentration auf den Mobilfunkmärkten kritisch gegenüber", sagte der Kommissionsvorsitzende Daniel Zimmer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Samstag. Durch den Zusammenschluss würden E-Plus und o2 dicht an die beiden Rivalen Deutsche Telekom und Vodafone heranrücken.

Wettbewerb in Gefahr

Zimmer warnte davor, den Markt auf weniger als vier Anbieter zu verengen: "Bei einer derartigen Anbieterkonzentration kann es leichter dazu kommen, dass der Wettbewerb nachlässt." Das gelte besonders dann, wenn die verbleibenden drei Wettbewerber eine ähnliche Größe und vergleichbare Kostenstrukturen haben. Die Aktionäre der E-Plus-Mutter KPN haben dem Verkauf der deutschen Tochter an den spanischen Wettbewerber Telefónica mit seiner deutschen Marke O2 bereits zugestimmt. Die Genehmigung der Kartellbehörden steht aber noch aus.

Frequenzauktion in Vorbereitung

Für den Fall, dass die Europäische Kommission die Fusion genehmigt, schlug Zimmer die Umverteilung von Funkfrequenzen vor. Die Bundesnetzagentur bereitet hier zurzeit eine neue Versteigerung vor. "Wenn es zu der Fusion käme, erschiene es aus Wettbewerbsgründen wichtig, dass in einer Auktion genügend Spektrum für den Marktzutritt eines neuen Anbieters zur Verfügung steht", sagte Zimmer der Zeitung. Die Monopolkommission berät die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen.

Quelle: AFP

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