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Google soll WhatsApp-Konkurrenten planen

Gibt es demnächst einen neuen Konkurrenten für WhatsApp? Google will anscheinend im Messaging-Markt mitmischen. Einem Bericht zufolge will das Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen sowie einen Chat-Roboter, der Fragen beantwortet.

GoogleGoogles neuer Messenger soll WhatsApp technisch überlegen sein.© Google

New York – Rund zwei Milliarden Nutzer weltweit greifen auf Messaging-Dienste zu. Der US-Konzern Facebook kommt mit seinen Diensten WhatsApp und Messenger rund um den Globus auf 900 Millionen bzw. 700 Millionen Nutzer. Googles Konkurrenzdienste Hangouts und Messenger liegen weit abgeschlagen zurück, selbst der chinesische Messenging-Dienst WeChat hat mehr Nutzer. Google arbeitet nun laut "Wall Street Journal " angeblich an einem neuen mobilen Messaging-Dienst, in dem das Know-How des Unternehmens im Bereich künstlicher Intelligenz einfließen soll. Die Zeitung beruft sich dabei auf informierte Kreise. Zudem soll Chatbot-Technologie eingebunden werden.

Chatbots antworten automatisch auf Fragen der Nutzer

Im neuen Messenger von Google soll man nicht nur mit Freunden schreiben können. Chatbots antworten zudem automatisch auf Fragen der Nutzer, die diese per Kurznachricht statt per Eingabe in Googles Suchmaschine gestellt haben. Die Chatbots durchsuchen das Netz nach möglichen Antworten.

Google-Dienst soll WhatsApp technisch überlegen sein

Der neue Google-Dienst soll WhatsApp überlegen sein, ein möglicher Starttermin sowie ein Namen sind allerdings noch unklar. An dem Projekt arbeite ein Team unter Leitung von Nick Fox, seit diesem Jahr Vice President Communication Products bei Google. Fox hatte im Oktober dem Start-up 200 Labs ein Kaufangebot vorgelegt, dass das Unternehmen aber ablehnte. 200 Lab entwickelt unter anderem ChatBots für Dienste wie Telegram.

Google wolle mit dem neuen Messenger eine Plattform für Chatbots auch von externen Entwicklern schaffen. Der Einstieg von Google in diesen Bereich sei auch strategisch erforderlich, da Messaging-Dienste und Chatbots Googles führende Position bei der Suche nach Internet-Inhalten gefährden könnten. Eine Google-Sprecherin wollte den Bericht des "Wall Street Journal" nicht kommentieren.

Neue Messenger haben es meist schwer

Ob ein neuer Messenger aus dem Hause Google aber erfolgreicher als die bisherigen Versuche des US-Konzerns sein wird, ist keineswegs sicher. Nutzer greifen in der Regel auf Dienste zurück, die auch viele Freunde nutzen. Neue Messenger haben es da meist schwer. Zumal auch die Konkurrenz nicht schläft und eigene Dienste weiter ausbaut. Im August hatte Facebook den digitalen Assistenten M vorgestellt, der Einkäufe erledigt sowie Restaurants, Reisen und Termine buchen kann.

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