Unter Auflagen

Grünes Licht für Fusion von o2 und E-Plus

Die EU erlaubt die Mobilfunk-Fusion von E-Plus und o2 unter Auflagen. Brüssel will mit den Bedingungen Nachteile für Verbraucher verhindern. Nach der Fusion sinkt die Zahl der Wettbewerber am deutschen Markt auf drei.

Zusammenschluss O2 e-plus© Telefónica Germany GmbH & Co. OHG / Montage: i12 GmbH

Brüssel (AFP/dpa/red) - Die EU hat die geplante Riesenfusion auf dem deutschen Mobilfunk-Markt zwischen E-Plus (www.e-plus.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
) und o2 (www.o2-online.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
) erlaubt. Die Übernahme von E-Plus durch den o2-Konzern Telefónica Deutschland werde genehmigt, sei aber an Auflagen gebunden, teilte die Behörde am Mittwoch in Brüssel mit.

Der bisherige E-Plus-Chef Thorsten Dirks wird nach der Übernahme durch Telefónica Deutschland an die Spitze des gemeinsamen Konzerns rücken. Dirks werde nach Abschluss des Geschäfts seinen Posten als Vorstandschef in München antreten, wo der Sitz des Konzerns bleibe, wie Telefónica mitteilte.

Telefónica soll 30 Prozent der Netzkapazitäten verkaufen

Nach der Fusion gibt es künftig nur noch drei statt vier große Wettbewerber mit eigenem Netz auf dem deutschen Markt, nämlich außerdem noch die Deutsche Telekom und Vodafone. Mit den Auflagen will die Kommission Nachteile für die Verbraucher verhindern, die aus der Fusion entstehen könnten. Unter anderem soll Telefónica bis zu 30 Prozent der Netzkapazität des neu entstehenden Unternehmens verkaufen. Davon profitieren sollen kleinere Anbieter, die bislang noch kein eigenes Mobilfunknetz betreiben.

Die EU-Kommission verweist in ihrer Entscheidung ausdrücklich darauf, dass es neben den bislang vier Mobilfunkern noch virtuelle Netzbetreiber und Diensteanbieter wie Freenet, 1&1 oder Drillisch gibt. Mit den Auflagen wollen die obersten EU-Wettbewerbshüter verhindern, dass die Preise für die Kunden steigen.

Kartellamt warnt vor steigenden Preisen

Die EU-Kommission verspricht, genau auf die Einhaltung der Verpflichtungen zu achten. "Verbraucher werden weiterhin in den Genuss der Vorteile eines wettbewerbsorientierten Marktes kommen", erklärte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.

Das deutsche Kartellamt hatte zuletzt vor weniger deutlich sinkenden beziehungsweise steigenden Preisen gewarnt. Die EU-Kommission wird überwachen, dass Telefónica die Auflagen auch wirklich erfüllt, und hat unter diesen Voraussetzungen keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken mehr.

EU-Kommission zog Entscheidung an sich

Die Verhandlungen zwischen Telefónica und der EU-Kommission waren kompliziert. Auch das Bundeskartellamt wollte in der Sache entscheiden, doch die EU-Kommission hatte den Fall an sich gezogen.

Telefónica Deutschland kauft E-Plus von dem niederländischen KPN-Konzern, der Kaufpreis beträgt mehr als acht Milliarden Euro.

Quelle: AFP, DPA

Weitere Infos zum Thema
Top