Verkehrssünder

Handy am Steuer soll härter bestraft werden

Wer künftig beim Autofahren mit dem Handy am Ohr erwischt wird, könnte deutlich härter bestraft werden. Der Verkehrssünder muss nicht nur mit einem einem deutlich höheren Bußgeld rechnen, ein Punkt in der Verkehrssünderkartei soll noch hinzukommen.

Autofahrerin© Nobilior / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - "Wir haben Erkenntnisse, dass Handytelefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung zunimmt", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Montag in Berlin. Darauf müsse man reagieren. "Deswegen werden wir im zukünftigen Punkteraster Handytelefonieren mit einem Punkt ahnden und zusätzlich die Bußgeldgrenze raufsetzen", sagte er weiter.

Bild: Bußgeld soll auf 70 Euro steigen

Der Sprecher bestätigte damit grundsätzlich einen Bericht der "Bild"-Zeitung vom Wochenende. Das Blatt hatte unter Berufung auf den Entwurf eines neuen Bußgeldkatalogs berichtet, dass Autofahrer, die mit dem Handy am Steuer erwischt werden, bald 70 statt wie bisher 40 Euro Strafe bezahlen müssen.

Verstöße nehmen zu

Der Sprecher sagte, der Bußgeldkatalog solle "im Sinne der Verkehrssicherheit" verändert werden. Schließlich hätten sich die Verstöße von 288.000 im Jahr 2005 auf 450.000 im vergangenen Jahr erhöht. Höhere Bußgelder seien daher "keine Abzocke".

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