Notruf

Im Stadion nicht übers Handy Hilfe anfordern

Bei einem Bundesligaspiel ist besser, bei einem Notfall aufzustehen und Hilfe herbeizuwinken, als das Handy zu benutzen. Wie das Rote Kreuz erklärt, kann so schneller Hilfe geholt werden als mit einem Handyanruf.

Fußball© Andrey Iurlov / Fotolia.com

Berlin (dpa/tmn/red) - Die Ordner könnten den Notruf über Funk weitergeben, erklärt Stephanie Krone, Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin. Der Griff zum eigenen Handy könnte hingegen die Hilfe verzögern: "Erstens kann das Netz fehlen. Und zweitens wird der Anruf zu einer Rettungsdienst-Leitstelle außerhalb des Stadions vermittelt." Der für Bundesliga-Spiele vorgeschriebene Stadion-Sanitätsdienst sei da viel schneller.

Erste Hilfe leisten und wiederbeleben

Bis Unterstützung naht, muss sich der Ersthelfer um den Notfall kümmern: Ist ein Betroffener bewusstlos, sollte seine Atmung kontrolliert werden, rät DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Atmet er nicht oder ist nur noch eine Schnappatmung vorhanden, sei das ein Anzeichen eines Kreislaufstillstands. Der Ersthelfer sollte sofort mit der Wiederbelebung beginnen. "Die Herzmassage muss solange durchgeführt werden, bis ein Rettungssanitäter hinzukommt." In den Stadien der Bundesliga gebe es außerdem Defibrillatoren, die selbst der Laie bedienen kann.

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