Kommunikation

Iran: Verbot von Smartphone-Programmen droht

Der Iran plant, die Kommunikation über Smartphones einzuschränken, um zu verhindern, dass Informationen ins Ausland gelangen. Die beliebten Kommunikations-Programme Tango und Viber sollen verboten werden.

Smartphone© Robert Kneschke / Fotolia.com

Teheran (dpa/red) - Da über Viber und Tango Informationen im Ausland landen könnten, seien diese beiden Programme für das Land eine große Gefahr und sollten daher verboten werden, sagte Abdolsamad Chorramabadi. Vor dem endgültigen Verbot von Viber und Tango solle jedoch noch an hiesigen Kommunikationsprogrammen als Alternativen gearbeitet werden, so Chorramabadi laut Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag.

Regierung will Internetzensur aufheben

Die Regierung von Präsident Hassan Ruhani und besonders sein Kulturminister Ali Dschannati sind für eine Aufhebung der Internetnetzensur. Besonders sollten alle Iraner freien Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter haben. Das islamische Establishment wertet diese Netzwerke jedoch als Spionageapparate der USA und eine Mitgliedschaft als Sünde.

Dschannati bezeichnete die Einstellung der Behörden zu modernen Technologien als lächerlich. Besonders da Millionen von Iranern seit Jahren über einen Datentunnel (Virtual Private Network, VPN) auf alle verbotenen Seiten kommen. Allein Facebook und Twitter werden täglich von über 20 Millionen Mitgliedern im Iran benützt.

Quelle: DPA

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