Mobiler Datenversand

Kostenfalle Schweiz: Wenn zwei Fotos 25 Euro kosten

Dass mobiles Surfen im Ausland schnell zur Kostenfalle wird, ist nicht neu. Zwar ist der Datenversand EU-intern günstiger geworden, doch Länder wie die Schweiz oder Kroatien gehören nicht dazu - und werden so zu ganz speziellen Kostenfallen.

14.06.2011, 11:47 Uhr
Roaming© Cheyenne / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Mobiles Surfen im Ausland kann für Urlauber schnell zur Kostenfalle werden. Die Preise, die Mobilfunkanbieter für mobile Datendienste im Ausland berechnen, fallen extrem unterschiedlich aus, wie die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen "Finanztest"-Heft berichtet. Die Tester verglichen die Preise von 40 Anbietern für Reisende innerhalb und außerhalb der EU.

Teils extreme Preise für mobiles Surfen

Die höchsten Kosten lauern demnach beim Versand von E-Mails über das Smartphone. Von der Schweiz aus geschickt könnten Anhänge wie ein oder zwei Fotos schnell mehr als 25 Euro kosten, berichtete Finanztest. Günstige Angebote berechneten nur ein Zehntel dessen.

Nicht nur die Schweiz wird zur Kostenfalle

Innerhalb der EU schützt ein Gesetz die Verbraucher vor astronomischen Kosten: Der Datenstrom stoppt automatisch bei 59,90 Euro. Bis zu diesem Kostenlimit fallen die Preise pro Megabyte laut "Finanztest" zum Teil jedoch sehr hoch aus. Bei neun der getesteten Anbieter sei das Preislimit mit drei verschickten Fotos bereits ausgeschöpft. Sie berechneten für ein Megabyte knapp 20 Euro. Die günstigsten Tarife verlangten hingegen weniger als 50 Cent je Megabyte.

Außerhalb der EU fallen neben den Internet-Kosten auch die Preise fürs Telefonieren sehr unterschiedlich aus. Für einen Anruf in den USA verlangt der teuerste Anbieter laut "Finanztest" beispielsweise knapp drei Euro pro Minute. Transparenter und bald auch günstiger gestalteten sich die Telefontarife für Gespräche im EU-Ausland. Ab 1. Juli dürften sie maximal 41 Cent je Minute kosten.

Vorher Angebote genau durchsehen

Wer aus dem Ausland über Smartphone oder Handy Daten verschicken will, sollte sich vorher über die Preiskonditionen seines Mobilfunkanbieters informieren, raten die Tester. Viele Unternehmen bieten spezielle Tages- oder Wochenangebote fürs Ausland an. Vielfach ist es sogar sinnvoll, eine Prepaidkarte eines heimischen Anbieters am Urlaubsort zu kaufen.

Unsere Themenseite "Tarife im Ausland" informiert über günstige Möglichkeiten, im Ausland zu surfen bzw. zu telefonieren.

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