Neues Konzept

LG Wing: Zwei Displays mit Dreh-Mechanismus formen ein "T"

Drehen statt falten: Das Wing versteckt einen zweiten OLED-Bildschirm unter dem Hauptdisplay, das sich nach einer 90-Grad-Drehung offenbart. LG bietet damit eine Alternative zu faltbaren Smartphones.

Christoph Liedtke, 15.09.2020, 12:50 Uhr
LG WingSieht zunächst wie ein herkömmliches Smartphone aus: das LG Wing.© LG Electronics

Mit dem Wing zeigt LG einen neuen Ansatz für Smartphones mit zwei Bildschirmen, die nicht auf ein Scharnier wie bei faltbaren Modellen setzen, sondern auf einen Drehmechanismus vertrauen. Das 6,8 Zoll große OLED-Display lässt sich einerseits wie bei einem herkömmliches Smartphone vertikal nutzen, andererseits kann es bei Bedarf um 90 Grad gedreht werden. Dann enthüllt das Smartphone das darunterliegende zweite OLED-Display mit 3,9 Zoll. Die Displays formen bei dieser Anordnung ein "T", um beispielsweise ein Video auf dem oberen Bildschirm abzuspielen und auf dem unteren zu chatten oder beide Kameras gleichzeitig zu nutzen.

Triple-Kamera auf der Rückseite, Pop-Up-Kamera in der Front

LG stattet das Wing mit einem Qualcomm Snapdragon 765 5G SoC aus, das acht Kerne bietet und auf 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicherplatz zurückgreifen kann. Das Kamera-System besteht aus einer rückseitigen Triple-Kamera mit einem 64 MP starken Weitwinkelobjektiv und einem 13 MP Superweitwinkelobjektiv sowie einer Gimbal-Motion-Kamera mit 12 MP, die ein 120 Grad breites Sichtfeld bietet. Die Frontkamera ist in das Gehäuse eingelassen und fährt bei Bedarf (Pop-Up) aus, sie knipst mit 32 MP.

LG Wing

LG Wing

  • Android
  • 64 Megapixel-Kamera
  • 6,8 Zoll OLED Display
  • 128 GB Speicher

Ähnlich schwer wie faltbare Smartphones

Das Smartphone unterstützt 5G und funkt außerdem mit Wi-Fi 5 (WLAN ac), Bluetooth 5.1 und NFC. Es unterstützt Dual-SIM mit nanoSIM-Karten, sofern der Speicher nicht per microSD-Karte mit bis zu 2 TB erweitert ist. Zusammen mit dem 4.000 mAh großen Akku bringt das Wing 262 Gramm auf die Waage und ist damit ähnlich schwer wie die faltbare Konkurrenz.

Der Hersteller verspricht, dass der Drehmechanismus auch noch nach 200.000 Schwenkungen funktionieren soll, Wasser und Staub werden durch eine IP54-Zertifizierung vom Eindringen ins Gehäuse gestoppt. Die Pop-Up-Kamera erkennt außerdem den freien Fall und zieht sich dabei automatisch wieder ins Gehäuse zurück.

LG will das Wing mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.099 Euro im November 2020 in den Farben "Aurora Grau" und "Illusion Sky" auf den Markt bringen.

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