Nokia

Lumia-Smartphones kommen gut an

Nokias Lumia-Smartphones verkaufen sich gut, der Absatz steigt. Trotzdem hat das Unternehmen vor der Microsoft-Übernahme noch ein Minus eingefahren - wenn auch kein ganz so großes mehr.

Nokia

Espoo (dpa-AFX/red) - Unterm Strich gab es ein Minus von 91 Millionen Euro, wie Nokia am Dienstag mitteilte. Damit lagen die Finnen aber deutlich über den Erwartungen des Marktes. Im Vorjahresquartal hatte es noch ein Riesenminus von 959 Millionen Euro gegeben. An der Börse stieg die Aktie um 4,68 Prozent auf 5,23 Euro.

Die Erlöse schrumpften im dritten Quartal im Jahresvergleich um knapp 22 Prozent auf 5,66 Milliarden Euro. Das Ausrüstergeschäft, das nach dem Verkauf der Handysparte Kernstück Nokias sein wird, lieferte nur 2,59 Milliarden Euro Umsatz nach 3,5 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Lumia-Smartphones schlagen sich gut

Gut schlugen sich die Smartphones der Reihe Lumia, mit denen Nokia sich wieder als Highend-Anbieter positionieren will. Mit 8,8 Millionen Geräten wurden etwa drei Mal so viele verkauft wie im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Absatz um knapp ein Fünftel. Nokia hatte die Lumia-Palette immer wieder ausgebaut und konnte besonders für das Modell 520 viele Käufer finden. Insgesamt verkaufte Nokia 55,8 Millionen Mobiltelefone - vier Prozent mehr als im Vorquartal.

Das defizitäre Handygeschäft werde auch im Schlussquartal noch Verluste machen. hieß es. Bei der Ausrüstersparte rechnet Nokia im vierten Quartal mit einer bereinigten operativen Marge zwischen acht und 16 Prozent.

Wichtige Entscheidungen bei Nokia

Im dritten Quartal erfand sich Nokia neu. Schlag auf Schlag kamen die beiden Entscheidungen, die das finnische Traditionsunternehmen für die kommenden Jahre prägen werden: Dem deutschen Partner Siemens kaufte Nokia die Hälfte am Telekomausrüster NSN ab. Und das Handygeschäft, welches den Namen Nokia seit Anfang der Neunziger Jahre in der Welt berühmt gemacht hat, geht an Microsoft.

Quelle: DPA

Weitere Infos zum Thema
Top