Smartphone-Tarife

Mobile Daten als Stellschraube bei der Tarifwahl

Die Mobilfunk-Discounter haben Schätzungen zufolge einen Marktanteil von über 40 Prozent. Die Vielzahl der Anbieter macht die Tariflandschaft unübersichtlich. Datenvolumen und Surfspeed werden hier zum wichtigen Unterscheidungsmerkmal.

HandytarifeDie Mobilfunk-Discounter punkten mit günstigen Smartphone-Tarifen.© Michael Nivelet / Fotolia.com

Köln - Eine gute Nachricht hielt die Bundesnetzagentur erst vor wenigen Tagen für die Verbraucher bereit: Seit Anfang Mai ist das Telefonieren und mobile Surfen im europäischen Ausland billiger. Damit passen sich die Preise immer stärker dem im Inland gültigen Tarifniveau an. Am 15. Juni 2017 ist dann endgültig Schluss: Keine Extrakosten mehr für das Durchschleusen von Telefonaten und Daten durch andere Netze. Herumschlendern wie zu Hause, "roam like at home", heißt dann die Devise.

Große Tarifvielfalt macht den Markt unübersichtlich

Doch das Streunen durch Netze ist für Handy- und Smartphone-Nutzer nicht einfacher geworden, wenn sie nach passenden Tarifen suchen. Auch wenn die Preise heute keinesfalls mehr Schrecken auslösen und Roaming-Kosten im EU-Ausland bald ganz verschwinden, hat die Transparenz auf dem Markt mit der Ausbreitung der mobilen Datennutzung stark gelitten. "Selbst für uns als Branchenkenner ist es manchmal schwierig, bei der Vielfalt der aktuellen Tarifaktionen immer auf Ballhöhe zu bleiben", räumt Martin Knauer, Chef des Kölner Mobilfunkdiscounters congstar (www.congstar.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) ein.

Mobilfunk-Discounter: congstar auf Platz zwei hinter Aldi Talk

Die Telekom-Tochter congstar rückt unter den großen deutschen Mobilfunkdiscountern immer stärker an den Marktführer Aldi Talk heran. "Wir sind im vergangenen Jahr um 25 Prozent gewachsen und haben die Kundenzahl inzwischen auf vier Millionen gesteigert", sagte der Geschäftsführer Martin Knauer der Nachrichtenagentur dpa. Damit habe sich das Unternehmen, das vor neun Jahren als Zweitmarke von der Telekom gegründet worden war, bereits auf den zweiten Platz im Discountsegment emporgearbeitet. Aldi Talk kommt derzeit nach Angaben von Branchenexperten auf eine Kundenzahl von 5 bis 6 Millionen.

Netzbetreiber wie Telekom, Telefonica O2 und Vodafone stehen einer Vielzahl von Anbietern gegenüber, die im Discountgeschäft stark sind. Neben Aldi Talk gehören dazu etwa auch Simyo (www.simyo.de), Blau (www.blau.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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), Otelo (www.otelo.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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), Base (www.base.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) oder Smartmobil (www.smartmobil.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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). Sie funken in den Netzen der Großen und sind zum Teil selbst deren Billigableger (congstar, Base, Otelo).

40 Prozent Marktanteil für Mobilfunk-Discounter?

Inzwischen schätzen Experten den Anteil des preissensiblen Marktsegments auf mehr als 40 Prozent. Auch hier setzen die Anbieter alles auf die mobile Datenkommunikation und grenzen sich bei ihren Tarifen voneinander ab. "Das Thema ist heute komplex geworden", sagt Josefine Milosevic von der Branchen-Fachzeitschrift "Connect". Dass die Preise weiter in den Keller fallen, erwartet die Tarifexpertin nicht. Die Netzbetreiber müssten sich refinanzieren und benötigten Geld für den Netzausbau.

Für Nutzer wird es trotzdem schwieriger, die Angebote vergleichbar zu machen: Flat-Tarife für alle Netze, Minuten-, Daten- oder SMS-Pakete, Bonusregelungen und Freimonate, mit und ohne Datenautomatik, Laufzeitvertrag oder monatliche Kündigungsfristen, Tarife mit und ohne neues Smartphone - kurz: der Einsteiger oder Umsteiger hat die Qual der Wahl. Stellschraube für die Anbieter werden immer mehr das bestellte Datenvolumen und die Übertragungsgeschwindigkeiten. Doch für den wenig erfahrenen Smartphone-Besitzer ist es eine Kunst, bei der Tarifwahl das passende Datenvolumen zu schätzen.

Verivox: Situation ist für die Verbraucher positiv

Dennoch ist Christian Schiele vom Internet-Vergleichsportal Verivox überzeugt: "Aus unserer Sicht ist die Situation für die Verbraucher positiv", auch nach dem Zusammenschluss von Telefónica und E-Plus. "Wenn sich der Markt differenziert, zeigen sich die Wahlmöglichkeiten oft klarer als zuvor". Dass durch die Fusion ein Preisumschwung eingesetzt hat, ist angesichts der Vielfalt der Tarife kaum zu belegen.

Höhere Preise werden heute verknüpft mit mehr Leistung wie Datenvolumen oder Geschwindigkeiten. Der Markt sei gespalten, meint congstar-Chef Knauer, in ein gehobenes Segment, in welchem die Netzbetreiber die Preiserosion aufhielten. Aber es gebe weiterhin Anbieter, die sehr preisaggressiv im Online-Vertrieb vorgingen. Knauer: "Hier geht das Spiel unvermindert weiter".

Günstige Handytarife finden

Quelle: DPA

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