TK-Marktstudie

Mobiler Datenverbrauch steigt 2018 stark an

Fast 133 Millionen SIM-Karten funken zum Jahresende laut "TK-Marktstudie" des VATM in Deutschland. Der durchschnittliche mobile Datenverbrauch pro Monat verdoppelt sich fast gegenüber dem Vorjahr. Die Telefonie verliert dagegen weiter an Bedeutung.

Smartphone-Nutzung© ra2 studio / Fotolia.com

Berlin – Wie entwickelt sich der Mobilfunkmarkt in Deutschland bis Ende 2018? Laut der am Dienstag vorgestellten "TK-Marktstudie 2018" von VATM und Dialog Consult legen die Mobilfunkumsätze im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Milliarden Euro auf 26,6 Milliarden Euro zu. Die Zahl der aktiven SIM-Karten soll um 0,6 Millionen auf 132,9 Millionen ansteigen. Das sind im Schnitt 1,6 SIM-Karten pro Einwohner.

Diese Umsätze generieren die Mobilfunkanbieter 2018

Die Deutsche Telekom kann laut der Studie 2018 Mobilfunkumsätze in Höhe von 8 Milliarden Euro erzielen, das entspricht einem Anteil von 30,1 Prozent an den gesamten Umsätzen auf dem deutschen Mobilfunkmarkt. Telefónica Deutschland verzeichnet Mobilfunkumsätze von 6,5 Milliarden Euro, auf Vodafone Deutschland entfallen 6,1 Milliarden Euro. Freenet setzt in diesem Jahr 3,3 Milliarden Euro mit Mobilfunkprodukten um, 1&1 erwirtschaftet Umsätze von 2,1 Milliarden Euro.

Im Vodafone-Netz sind die meisten SIM-Karten aktiv

Mit 46,8 Millionen sind im Mobilfunknetz von Vodafone die meisten SIM-Karten aktiviert. Auf dem zweiten Platz folgt die Telekom mit 43,1 Millionen sowie dicht dahinter Telefónica Deutschland mit 43 Millionen. Der durchschnittliche Umsatz pro aktivierter SIM-Karte ist in den letzten Jahren wegen drastisch gesunkener Endkundenpreise deutlich gesunken. 1998 konnten die Mobilfunkanbieter im Schnitt noch 57,26 pro SIM-Karte umsetzen, 2018 lag der durchschnittliche Umsatz dagegen nur noch bei 16,68 Euro – und damit nahezu unverändert auf dem Wert des Vorjahres (16,69 Euro).

Steigender Datenhunger - Rückgang bei der Telefonie

Umsatztreiber mit weiter steigendem Anteil bleibt das mobile Internet. Mit Daten inklusive SMS werden 2018 geschätzt 14,1 Milliarden Euro umgesetzt (2017: 13,2 Milliarden Euro). Rückläufig sind dagegen die Umsätze mit Sprache und Anschluss, mit denen 9,3 Milliarden Euro generiert wurden. Das Geschäft mit Endgeräten und Inhalten erzielte einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro – ebenfalls weniger als im Vorjahr.

Das monatlich durchschnittlich genutzte mobile Datenvolumen erreicht 2018 rund 1,6 GB. Das ist laut der Studie eine Steigerung um 83,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (0,87 GB). Insgesamt wurden 2.550 Millionen GB an Daten über die Mobilfunknetze übertragen. Bereits 63 Prozent des Datenverbrauchs entfielen auf LTE, 35,2 Prozent auf UMTS sowie nur noch 1,8 Prozent auf 2G.

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