Pläne

Mobilfunkfrequenzen sollen 2015 versteigert werden

Minister Dobrindt will Ende 2015 eine neue Frequenzauktion an den Start bringen, so ein Bericht. Mit den Erlösen soll der Breitbandausbau finanziert werden. Auch soll es weitere Interessenten geben als die bisherigen vier Mobilfunkunternehmen.

Handymast© Christian-P. Worring / Fotolia.com

Düsseldorf (dpa-AFX/red) - Ende 2015 sollen erneut Frequenzen versteigert werden, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Dobrindts Mitarbeiter. Details würden gerade erarbeitet. Mit dem Geld soll der Breitbandausbau dort gefördert werden, wo er sich nicht rechnet - auf dem dünn besiedelten Land.

Mobilfunkunternehmen brauchen Geld

Beim Telekom-Branchenverband VATM stoßen Dobrindts Pläne auf Kritik. "Der Minister soll besser dafür sorgen, dass die Unternehmen Geld zum Investieren haben, anstatt es ihnen über Auktionen zu entziehen", zitiert die Zeitung VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Die Mobilfunkanbieter bräuchten Geld, um den Digitalausbau über den Mobilfunkstandard der vierten Generation (LTE) fortzusetzen.

Es soll weitere Interessenten geben

2015 werden die GSM-Frequenzbänder neu vergeben. Noch immer werde über sie ein Großteil der Sprachtelefonie abgewickelt. Trotz Mobilfunkturbo LTE könne daher kein Anbieter auf die Frequenzen im Bereich von 900 und 1800 Megahertz verzichten. Die Bundesnetzagentur hat sich dem Bericht zufolge für eine Versteigerung entschieden, weil es neben den Betreibern Deutsche Telekom , Vodafone, E-Plus und Telefonica Deutschland weitere Interessenten gebe. Es gebe bundesweit fast 300 Breitband-Anbieter. Vor allem in Städten herrsche Wettbewerb.

Quelle: DPA

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