Überlegung

Netzbetreiber: Nationales Roaming als Lösung gegen Netzausfälle?

Die Telekom und Vodafone führen laut "Welt" Gespräche über einen gemeinsamen Lösungsansatz gegen Netzstörungen. Denkbar sei bei Ausfall eines Netzes etwa nationales Roaming, auch Industriestandards sollen festgelegt werden.

Smartphone ÄrgerNetzausfälle sind ärgerlich für die Kunden.© Minerva Studio / Fotolia.com

Berlin - Immer mehr Menschen nutzen Smartphones und Tablets, wollen jederzeit auch mobil Zugriff auf das Internet haben. Zudem nimmt die Zahl der vernetzten Geräte stetig zu. Komme das Internet der Dinge richtig in Fahrt, soll es 2020 laut Cisco-Schätzungen alleine in Deutschland rund 767 Millionen vernetzte Geräte geben. Größere Störungen und Ausfälle einzelner Mobilfunknetze wirken sich daher zunehmend stärker aus. Die großen Mobilfunknetzbetreiber hatten in den vergangenen Monaten mit zeitweiligen, großflächigen Ausfällen ihrer Netze zu kämpfen. Zuletzt waren vor rund einer Woche zahlreiche Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom (www.telekom.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) von einem Fehler in einer Datenbank betroffen und konnten nicht telefonieren. Laut einem Bericht der "Welt" wollen die großen Anbieter nun gemeinsam eine Strategie erarbeiten, um möglichst störungsfreie Netze zu erreichen.

Erste Gespräche von Telekom und Vodafone

Laut Informationen der Zeitung gebe es erste Gespräche von Telekom und Vodafone (www.vodafone.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) auf technischer Ebene. Diese seien allerdings noch in einem frühen Stadium. "Wir stehen hier noch ganz am Anfang" zitiert die "Welt" einen Telekom-Sprecher. Daher gebe es auch noch keinen Zeitplan für eine mögliche Einigung.

Nationales Roaming als Lösungsansatz

Als ein Lösungsansatz sei ein nationales Roaming denkbar: Ist das Netz eines Anbieters gestört, könne vorübergehend das Netz eines anderen Netzbetreibers zur Verfügung stehen. Das sei etwa zumindest bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation möglich. Die Energieanbieter würden laut der Zeitung bereits schon länger so vorgehen - und Kunden eine verlässliche Energieversorgung unabhängig von ihrem Anbieter ermöglichen.

Für wichtige Industriekunden sowie für Polizei und Feuerwehr halte Vodafone schon jetzt eine Lösung bereit. Durch Nutzung einer niederländischen Mobilfunkkarte werde bei einer Störung per normalem Roaming eine automatische Einbuchung in ein anderes Netz ermöglicht.

Telekom will Industriestandards für Null-Fehler-Prinzip festlegen

Neben einem stabilen Netz wollen die Mobilfunknetzbetreiber aber auch Regeln zur Erreichung eines Null-Fehler-Prinzips aufstellen. Unter die Lupe genommen werden die Reaktionszeiten bei Störungen, die verbauten Komponenten in kritischen Strukturen sowie die Mindestqualifikation von Mitarbeitern. Die Telekom prescht jetzt vor und will mit zehn Partnern aus der IT-Branche entsprechende Industriestandards festlegen. Dazu solle ein Verein gegründet werden, der auch die Einhaltung der Standards überwachen soll.

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