Verwechlsungsgefahr

Ping-Anrufe: Preisansagen sollen vor Rückruf-Falle schützen

Manche internationalen Vorwahlen können leicht mit deutschen Ortsvorwahlen verwechselt werden. Bei sogenannten Ping-Anrufen kann da die Kostenfalle zuschnappen. Die Pflicht zur Preisansage soll daher wieder eingeführt werden.

Handy Telefonieren© Mihai Simonia / Fotolia.com

Bonn - Zum Schutz vor teuren Handy-Kostenfallen führt die Bundesnetzagentur bei bestimmten internationalen Vorwahlen die Pflicht zur kostenlosen Preisansage wieder ein. Dies gilt für 56 Länder, deren internationale Ländervorwahl bei einem schnellen Blick aufs Display leicht mit einer deutschen Ortsvorwahl verwechselt werden können. Ein Beispiel ist der Behörde zufolge Madagaskar (Vorwahl: 00261), was leicht mit Koblenz (0261) verwechselt werden kann.

Verpflichtung zur Preisansage bestand schon 2018

Eine zunächst auf ein Jahr befristete Verpflichtung zur Preisansage bei internationalen Vorwahlen mit Verwechslungsgefahr war zum 31. Dezember 2018 ausgelaufen. Allein im Januar 2019 seien dann 14.000 Beschwerden von Verbrauchern zu sogenannten Ping-Anrufen bei der Bundesnetzagentur eingegangen - der Behörde zufolge ein neuer Rekord.

Vor diesem Hintergrund werde die Preisansage nun erneut angeordnet. Sie muss von den Mobilfunknetzbetreibern und Mobilfunkanbietern bis spätestens 1. März 2019 umgesetzt werden.

Was ist ein Ping-Anruf?

Bei Ping-Anrufen klingelt das Handy nur kurz, danach wird sofort aufgelegt. Ziel der Anrufer ist es, einen kostenpflichtigen Rückruf zu provozieren und den Mobilfunkkunden lange in der Leitung zu halten, um von den generierten Verbindungsentgelten zu profitieren.

Melanie Zecher / Quelle: DPA

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