Vitaldaten-Auswertung

RKI: "Datenspende"-App hat mehr als eine halbe Million Nutzer

Im Kampf gegen das Coronavirus will das Robert Koch-Institut auch Vitaldaten von Fitness-Trackern und Smartwatches analysieren. Die entsprechende "Datenspende"-App werde bereits rege genutzt.

Jörg Schamberg, 06.05.2020, 10:20 Uhr (Quelle: DPA)
Smartwatch HerzfrequenzDie "Datenspende"-App des RKI greift auf Daten von Fitness-Trackern und Smartwatches zu. (Symbolbild)© Aleksey Boldin / Fotolia.com

Bei der "Datenspende"-App des Robert Koch-Instituts, die Informationen aus Fitness-Trackern zur Eindämmung des Coronavirus sammeln soll, machen inzwischen gut 509.000 Nutzer mit. Ein wissenschaftliches Projekt mit der Teilnahme von Bürgern in dieser Größenordnung sei weltweit einzigartig, kommentierte das RKI den Stand von Dienstag in einem Blogeintrag.

Coronavirus-Symptome über Vitaldaten erkennen

Die Idee hinter der App ist, dass sich Coronavirus-Symptome auch von Vitaldaten wie Puls ableiten lassen könnten. Solche Informationen werden routinemäßig von Computer-Uhren sowie vielen Fitness-Armbändern erfasst. Die Hoffnung ist, dass man anhand der Daten die Zahl der Erkrankten besser einschätzen und mögliche Infektionsschwerpunkte frühzeitig erkennen kann.

RKI veröffentlicht Karte mit durchschnittlichem Ruhepuls in deutschen Landkreisen

Ob die Rechnung aufgeht, ist bisher offen. "Wenn alles klappt!", schränkt das RKI selbst in dem Blog ein. Bisher wurden Karten veröffentlicht, die die Verteilung der Datenspender und den durchschnittlichen Ruhepuls bezogen auf deutsche Landkreise zeigen - beides gibt noch keinen Aufschluss über das eigentliche Ziel des Projekts. Die Datenschutz-Umsetzung der App war von Experten des Chaos Computer Clubs kritisiert worden, die unter anderem bemängelten, dass die Daten erst auf den Servern des RKI pseudonymisiert würden.

Günstige Handytarife finden
Wissenswertes zum Thema
Weiterführende Links
Zum Seitenanfang
Der BT-Navigator
Quicklinks