Zustimmung

Roaming-Kompromiss ist einen Schritt weiter

Die EU-Staaten haben dem vorläufigen Kompromiss zum Roaming zugestimmt. Dem Vorschlag zufolge sollen die Aufschläge für die Handynutzung im EU-Ausland ab 2017 weitgehend wegfallen. Im Herbst muss dann noch das Europaparlament zustimmen.

Handy Ausland© Miqul / Fotolia.com

Brüssel (AFP/red) - Die EU-Staaten haben dem vergangene Woche von Unterhändlern vorläufig geschlossenen Kompromiss zur Abschaffung der Roaming-Gebühren zugestimmt. Die Botschafter der 28 Mitgliedstaaten im Ministerrat segneten die Einigung am Mittwoch in Brüssel ab, wie der Rat mitteilte. Jetzt muss noch das Plenum des Europaparlaments zustimmen, was voraussichtlich im Herbst geschehen soll.

Schluss mit Roamingkosten ab 2017?

Dem Kompromiss zufolge soll ab Mitte Juni 2017 Schluss sein mit den Roaming-Aufschlägen für die Handy-Nutzung im Ausland. Nach Darstellung der EU-Kommission werden die Verbraucher dann überall in der EU - unabhängig davon, wo sie sich gerade aufhalten - denselben Preis für Anrufe, Textnachrichten und Mobilfunkdaten bezahlen.

Allerdings ist nicht unbestritten, dass die Gebühren dann auch tatsächlich wegfallen. So sieht die Einigung zum Beispiel "Sicherungen" für die Telekomfirmen vor, denen durch das Roaming schließlich Kosten entstehen. Einer Einschätzung aus dem Europäischen Parlament könnte dies bedeuten, dass die Roamingkosten nach Mitte 2017 unter neuem Namen wiederkehren.

Regelungen zur Netzneutralität

Der Kompromiss, den die Mitgliedstaaten jetzt absegneten, enthält ferner Regelungen zur sogenannten Netzneutralität. Auch in diesem Punkt gibt es scharfe Kritik aus dem Europäischen Parlament, das also den Kompromiss noch zu Fall bringen könnte.

Quelle: AFP

Top