Verkaufsstopp

Rückruf des Galaxy Note 7: Für Umtausch registrieren

Nach dem weltweiten Verkaufsstopp des Galaxy Note 7 können sich Besitzer eines solchen Geräts jetzt für einen Austausch registrieren. Samsung hatte die Smartphones weltweit zurückgerufen. Einige Geräte waren beim Laden in Flammen aufgegangen.

Samsung Galaxy Note 7© Samsung Electronics GmbH

Seoul/Berlin – Smartphone-Marktführer Samsung hat nach dem weltweiten Verkaufsstopp für sein neues Vorzeigemodell Galaxy Note 7 mit einer kostspieligen Umtauschaktion begonnen. In den USA kündigte Samsung Electronics America bereits am Freitag (Ortszeit) an, dass "von heute an" Kunden ihr Galaxy Note 7 gegen ein neues Smartphone umtauschen könnten. Nach mehreren Fällen von Akkubränden hatte das südkoreanische Technologieunternehmen mitgeteilt, dass die Geräte aus dem Verkehr gezogen werden.

Von der bisher beispiellosen Rückrufaktion für ein Smartphone-Spitzenmodell bei Samsung sind nach eigenen Angaben weltweit - ohne China - 2,5 Millionen verkaufte Geräte betroffen. In Südkorea soll der Umtausch am 19. September starten.

Auf der Support-Homepage registrieren

Auch in Deutschland können sich Kunden für einen Austausch des Samsung Galaxy Note 7 auf der Support-Homepage registrieren lassen, wie Samsung Deutschland am Sonntag auf seiner Facebook-Seite ankündigte. "Kunden, die ihr Galaxy Note 7 bereits erhalten haben, werden wir ihr Gerät selbstverständlich durch ein neues ersetzen", sagte ein Firmensprecher. "Wir werden in den nächsten Tagen unsere Kunden mit Details zum Austauschprozess informieren."

Wahrscheinlich hauptsächlich Vorbesteller betroffen

Samsung machte zunächst keine Angaben dazu, wie viele Geräte in Deutschland betroffen sind. Allerdings dürften in Deutschland noch nicht viele Anwender ein Samsung Galaxy Note 7 in den Händen halten. Samsung hatte zuerst Kunden in Südkorea und China beliefert. Rund 400.000 Geräte sollen dort ausgeliefert worden sein. In Deutschland wollten die Mobilfunkprovider und Händler eigentlich am vergangenen Freitag mit dem Verkauf des "Phablets" starten. Vorbesteller dürften eventuell schon am Donnerstag beliefert worden sein.

Einzelne Galaxy Note 7 gingen in Flammen auf

Das Note 7 wurde erst vor zwei Wochen in den USA und etlichen anderen Ländern auf den Markt gebracht. Medienberichte über einzelne Fälle, in denen das Gerät später beim Laden explodiert oder in Flammen aufgegangen seien, hatten Samsung alarmiert. Nach eigenen Untersuchungen identifizierte das Unternehmen Probleme mit der Akkuzelle. 35 Schadensfälle seien bisher bestätigt worden. Was genau die Probleme verursachte, war bisher nicht bekannt.

Quelle: DPA

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