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Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge: Lohnt der Umstieg?

Eine neue Smartphone-Generation weckt Begehrlichkeiten, vor allem, wenn es sich um eine Größe wie Samsungs Galaxy-Familie handelt. Wie ist es im Fall des Galaxy S7 und seines Bruders, des Galaxy S7 Edge? Lohnt sich ein Umstieg von der Vorgänger-Generation?

Marcel Petritz, 22.02.2016, 13:19 Uhr
Samsung Galaxy S7© Samsung Electronics GmbH

Barcelona - Mit dem Galaxy S7 und dem Galaxy S7 Edge hat Samsung auf dem MWC in Barcelona seine beiden neuen Flaggschiffe vorgestellt, die der Hersteller in vielen Punkten verbessert hat. Doch lohnt ein Umstieg überhaupt, wenn man schon ein Galaxy-S6-Smartphone sein eigen nennt?

Verbesserte Hardware, stärkerer Akku, endlich ein MicroSD-Slot

Optisch hat sich wenig geändert: Die Südkoreaner haben das Design des Galaxy S6 praktisch beibehalten, das Galaxy S7 ist allerdings 1,1 Millimeter dünner. Das Gewicht fällt mit 152 Gramm dafür etwas höher aus. Das Galaxy S7 ist wie das S6 mit einem 5,1-Zoll-Touchscreen (2.560 x 1.440 Pixel) ausgestattet, beim S7 Edge fällt der Bildschirm mit 5,5 Zoll nun um 0,4 Zoll üppiger aus.

Dafür hat sich im Inneren mehr getan. Statt eines Exynos 7420 (acht Kerne, 4 x 2,3 GHz und 4 x1,6 GHz) mit acht Kernen kommt nun der Prozessor Exynos 8890 (acht Kerne à 2,1 GHz) zum Einsatz, auch der Arbeitsspeicher fällt mit 4 GB um 1 GB größer aus. Um den Achtkerner ausreichend zu kühlen, setzt Samsung erstmals auf eine Flüssigkeitskühlung. Darüber hinaus hat Samsung den (weiterhin fest verbauten) Akku verstärkt: Der Energiespeicher fasst nun 3.000 mAh, beim Galaxy S6 waren es noch 2.550 mAh. Das S7 Edge kommt nun auf 3.600 mAh.

Zudem hat das Unternehmen dem S7 endlich einen MicroSD-Slot spendiert, die Speicherkapazität lässt sich auf bis zu 200 GB erweitern. Ebenfalls ein großer Fortschritt im Vergleich zur S6-Reihe: Samsungs neue Zugpferde sind jetzt wasser- und staubgeschützt (IP68 Zertifizierung).

Weniger Megapixel?

Der Trend zu immer mehr Megapixeln ist bei Systemkameras schon länger nicht mehr aktuell, auch im Smartphone-Segment scheint es nun so weit zu sein. So bieten das S7 und S7 Edge zwar "nur" 12 Megapixel (vormals 16 MP), dafür sollen die neuen Kameras laut Samsung Bildfehler drastisch reduzieren und so die Qualität der Aufnahmen erhöhen. Kleines Detail: Die Kameralinse steht nun nicht mehr so weit aus dem Gehäuse hervor.

Eines der wichtigsten neuen Feature stellt die "Always on"-Funktion dar, die beispielsweise Uhrzeit oder den Kalender auch dann anzeigt, wenn der Bildschirm eigentlich ausgeschaltet ist.

Beim Galaxy S7 Edge hat Samsung auch noch zusätzlich die Menü-Leiste für seinen seitlichen Bildschirm überarbeitetet, die sie nicht mehr auf kleine Symbole beschränkt und nun deutlich mehr Platz auf dem eigentlichen Haupt-Display einnimmt. Welchen Sinn dann noch überhaupt der "Edge"-Bildschirm macht, ist zumindest diskussionswürdig.

Fazit: Samsung hat seine Hausaufgaben gemacht

Insgesamt ist das Galaxy S7 (Edge) eine konsequente Weiterentwicklung: Die "Always On-Funktion", der neue MicroSD-Slot, der deutliche stärkere Akku, eine verbesserte Kamera sowie das wasserdichte Gehäuse können einen Wechsel rechtfertigen. Auf den erhofften USB Typ-C-Stecker müssen Galaxy-Kunden aber derzeit noch verzichten, es wird lediglich microUSB 2.0 geboten.

Die Smartphones sollen ab dem 11. März verfügbar sein, als Betriebssystem dient Android 6.0 (Marshmallow). Das Galaxy S7 kostet 699 Euro, für das S7 Edge werden 799 Euro fällig. Vorbesteller erhalten kostenlos ein Gear-VR-Headset dazu.

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