Umfrage von YouGov

Smartphone-Nutzung empfinden viele als "zu lang"

Wenden die Bundesbürger zu viel Zeit für ihr Handy auf? Laut einer YouGov-Umfrage würden besonders Kinder und Jugendliche "viel zu lang" am Smartphone sein. Aber auch viele Erwachsene hängen häufig am Handy.

Handygebrauch© Elenathewise / Fotolia.com

Berlin - Zwei von drei Erwachsenen in Deutschland finden, dass Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld zu viel Zeit am Smartphone verbringen. 42 Prozent finden, dass junge Menschen täglich "viel zu lang" am Handy sind, und 24 Prozent sprechen von "zu lang", wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Eine "angemessene" Smartphone-Zeit bei Kindern und Jugendlichen sehen 19 Prozent.

100.000 Kinder und Jugendliche abhängig von Smartphones

Kurz vor dem Fest hatte die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler Familien zum Handy-Verzicht über die Feiertage aufgerufen. "Wir wissen sicher: Ein Zuviel an Smartphone und Co. schadet der Gesundheit und dem Familienleben - 100.000 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren gelten als abhängig", sagte die CSU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Jeder dritte erwachsene Smartphone-Nutzer in Deutschland empfindet der Umfrage zufolge die eigene tägliche Zeit am Handy entweder als "zu lang" (20 Prozent) oder sogar als "viel zu lang" (12 Prozent). Die Mehrzahl nennt das eigene Handy-Verhalten "angemessen" (63 Prozent).

81 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren nutzen ein Smartphone

Und so sehen die Befragten mit Partnern deren tägliche Zeit vor dem Smartphone-Bildschirm: Insgesamt ein Drittel kritisiert deren Nutzungszeit entweder als "zu lang" (20 Prozent) oder gar als "viel zu lang" (13 Prozent). Der Partner verbringe eine "angemessen" lange Zeit am Handy, sagen 51 Prozent.

In Deutschland nutzen dem IT-Branchenverband Bitkom zufolge acht von zehn Menschen ab 14 Jahren ein Smartphone (81 Prozent), das sind 57 Millionen Nutzer. Das Marktvolumen rund um das Smartphone schätzte Bitkom Anfang des Jahres auf etwa 33,3 Milliarden Euro - dazu gehören Ausgaben für Geräte, Datendienste, Apps und Infrastruktur.

Quelle: DPA

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