Ausbaustrategie

So viel Klebstoff steckt in jedem Handy

Im jeden Smartphone sind Klebstoffe drin, und zwar nicht wenig. Das weiß auch der Waschmittelriese Henkel, der mit seinen Klebstoffen nun die Handy- und Smartphonebranche erobern will. Mit Persil und Pritt auf zu neuen Wegen?

Smartphone© Robert Kneschke / Fotolia.com

Düsseldorf (dpa/red) - Der Düsseldorfer Waschmittel- und Klebstoff Hersteller Henkel (Persil, Pritt) bereitet sich auf Übernahmen vor. "Es ist die Zeit gekommen, um auch Zukäufe wieder ins Auge zu fassen", sagte die Aufsichtsratsvorsitzende Simone Bagel-Trah der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung («FAS»). Der Vorstand habe die Rückendeckung des Aufsichtsrates, loszumarschieren.

Smartphones als wachsender Markt

Kartellrechtliche Probleme sieht Henkel bei der Expansion mit seinen Klebstoffen nicht. "Der weltweite Klebstoffmarkt unterteilt sich in etwa 70 Segmente, und es gibt insgesamt rund 1.000 Wettbewerber. Da gibt es nur relativ wenig nennenswerte Überschneidungen", sagte Henkel-Vorstand Jan-Dirk Auris in der am Montag erscheinenden Wirtschaftswoche. Einen großen Wachstumsmarkt sieht Auris in der Produktion von Smartphones und Tablets. "In jedem Handy steckt je nach Modell Klebstoff im Wert bis zu 80 Cent. Dieser Markt wächst im Durchschnitt um 25 bis 40 Prozent pro Jahr", sagt der Henkel-Vorstand.

Strategische Ausweitung bis 2016

"Mögliche Akquisitionen sind Teil unserer Strategie bis 2016. Dazu müssen sie uns aber strategisch weiterbringen, verfügbar sein - und der Preis muss stimmen", sagte Bagel-Trah. Kandidaten nannte sie nicht. "Wir haben eine Liste mit potenziellen Objekten, die fest vorgegebenen Kriterien entsprechen müssen - die werden wir abarbeiten."

Quelle: DPA

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