5G-Länderindex

Südkorea top bei 5G - Deutschland noch weit abgeschlagen

Die Experten von Arthur D. Little haben in ihrem 5G-Länderindex den Stand von 5G in 40 Ländern verglichen. Während Südostasien gut dasteht, hat Deutschland noch viel zu tun. Von einer Führungsrolle bei 5G kann noch keine Rede sein.

Jörg Schamberg, 13.03.2019, 10:53 Uhr
5G© jamesteohart/ Fotolia.com

Frankfurt am Main – Wie steht es um den kommenden Mobilfunkstandard 5G im internationalen Vergleich? Die Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little hat einen 5G-Länderindex veröffentlicht, der den Fortschritt von 5G in weltweit 40 Ländern vergleicht. Den Spitzenplatz belegt mit Abstand Südkorea, die USA folgen auf Platz Zwei. Gut schneiden in der 5G-Analyse auch Australien, Katar, die Schweiz, Finnland, Spanien und die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Deutlich abgeschlagen sind dagegen unter anderem Frankreich und Deutschland.

5G-Auktion als Hindernis

Hierzulande seien die erst noch anstehende Frequenzauktion und der Widerstand gegen die Vergabebedingungen für die 5G-Frequenzen Hindernisse. Unter die Lupe genommen hatten die Experten für die 5G-Studie die technische Infrastruktur sowie die Vermarktung von 5G. Berücksichtigt werden etwa die Abdeckung mit Funkmasten, die LTE-Nutzung und der Stand der Frequenzzuteilung.

Deutschland weit von 5G-Führungsrolle entfernt

"Die Analyse stellt Deutschland kein gutes Zwischenzeugnis auf dem Weg zur Highspeed Vernetzung aus. Das selbst ernannte Ziel, führend beim Standard 5G zu werden, ist noch sehr weit entfernt, obwohl dieser den Wirtschaftsstandort Deutschland deutlich stärken kann. Schon beim LTE Standard hängt ja Deutschland international zurück", erläutert Michael Opitz, Partner von Arthur D. Little.

"Bei vielen Industrie-Unternehmen laufen eigene 5G Ambitionen auf Basis lokaler Frequenzen auf Hochtouren. Die noch bestehenden Unsicherheiten bzgl. Grundstücksdefinition und der Definition von "größeren lokalen Gebieten" sollte sehr zeitnah erfolgen, um kommunale oder land- und forstwirtschaftliche Anwendungen zu ermöglichen. Insgesamt kämpfen die Telkos noch damit, lukrative Geschäftsmodelle rund um den neuen Standard zu entwickeln, was durch die Vergabe lokaler Frequenzen an Industrie-Unternehmen nicht leichter wird", so Opitz weiter.

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