Studie

Telefonieren, surfen, simsen: So nutzen die Deutschen ihr Handy

Der durchschnittliche Datenverbrauch liegt derzeit unter einem Gigabyte, etwa jeder Dritte in Köln besitzt ein iPhone und in München leben die meisten Menschen, die ausschließlich mit dem Handy telefonieren. Eine Studie nimmt das Verhältnis der Deutschen zu ihrem Handy genauer unter die Lupe.

Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Berlin – Wie nutzen die Deutschen ihr Smartphone? In welchen Städten wird besonders viel telefoniert und gesurft? Wo gibt es die meisten iPhone-Nutzer? Diese und weitere Fragen beantwortet eine aktuelle Studie von mobilcom-debitel (www.mobilcom-debitel.de) im Auftrag der Berliner Zeitung "Morgenpost". Mobilcom-debitel hat eine siebenstellige Zahl seiner Mobilfunkverträge ausgewertet und die regionalen Unterschiede herausgearbeitet.

Meist nur kurze Telefonate - SMS wird nahezu bedeutungslos

Das Telefonieren steht beim Smartphone nicht mehr im Vordergrund. Insgesamt 56 Prozent der Nutzer telefonieren pro Monat lediglich bis zu 60 Minuten per Mobiltelefon. 23 Prozent telefonieren maximal 10 Minuten pro Monat mobil. Immer weiter zurück geht auch die Bedeutung von SMS und MMS – die Konkurrenz von WhatsApp & Co hat deutliche Spuren hinterlassen. Der Löwenanteil von 42 Prozent der Nutzer verschickt maximal drei SMS/MMS pro Monat, weitere 27 Prozent senden drei bis zehn Kurzmitteilungen im Monat. Lediglich für 7 Prozent der Nutzer, die über 50 SMS pro Monat versenden, könnte eine SMS-Flat überhaupt von Interesse sein.

Rentner verbrauchen nur wenig mobiles Datenvolumen

Die mobile Datennutzung nimmt dagegen stetig zu. Besonders die jüngeren Nutzer im Alter von 18 bis 25 Jahren verbrauchen entsprechend viel mobiles Datenvolumen: 38 Prozent der Nutzer dieser Altersgruppe kommt auf einen monatlichen Datenverbrauch zwischen 1 und 3 GB. Der Großteil der 46- bis 55-Jährigen (25 Prozent) verbraucht dagegen nur 100 bis 300 MB pro Monat. 28 Prozent der über 65 Jahre alten Nutzer begnügen sich laut der Studie offenbar mit bis zu 30 MB.

Mobile Datennutzung: Unterschied zwischen Ost und West

Der durchschnittliche Datenverbrauch pro Mobilfunkkunden von mobilcom-debitel in Deutschland liegt laut der Studie bei 867 MB pro Monat. Beim Blick auf die Nutzer mit einem Datenverbrauch von mehr als 1 GB pro Monat positioniert sich Köln mit 35,2 Prozent an der Spitze. In Dresden kommen dagegen nur 22,1 Prozent der dortigen Nutzer auf einen solchen Datenverbrauch. Bei den Bundesländern führt das kleine Bremen (28,7 Prozent) die Liste der besonders intensiven mobilen Surfer an, auf dem letzten Platz liegt Brandenburg (19,5 Prozent).

In München leben dagegen mit 14,2 Prozent die meisten Nutzer, die ihr Mobiltelefon nur zum Telefonieren und nicht zum Surfen verwenden. Im Bundesland Sachsen liegt der Anteil der Nur-Telefonierer mit 15,4 Prozent im bundesweiten Vergleich am höchsten.

Köln ist Hauptstadt der iPhone-Fans

Mobilcom-debitel hat auch ausgewertet, in welchen Städten iPhones bzw. Samsung-Smartphones besonders gefragt sind. Demnach ist Köln die deutsche Hauptstadt der Apple-Jünger: 37,8 Prozent der dortigen mobilcom-debitel-Kunden verwenden ein iPhone. In Chemnitz findet sich ein iPhone dagegen nur bei 14,8 Prozent der Nutzer. Auch Apple-Konkurrent Samsung hat prozentual gesehen die meisten Fans in einer nordrhein-westfälischen Stadt. In Duisburg nutzt über die Hälfte (55,4 Prozent) der Mobilfunkkunden von mobilcom-debitel ein Samsung-Smartphone. In München liegt der Anteil mit 41,7 Prozent unter den Städten bundesweit am niedrigsten.

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