Ab Sommer 2021

Telekom: Das bedeutet die 3G-Abschaltung für Mobilfunkkunden

LTE und 5G gehört die Zukunft, das 3G-Netz der Telekom wird dagegen Ende Juni 2021 abgeschaltet. Welche Folgen hat dies für betroffene Telekom-Kunden?

Jörg Schamberg, 05.03.2021, 13:59 Uhr
5G© Natalia Merzlyakova / Fotolia.com

Am 30. Juni 2021 schaltet die Deutsche Telekom (Angebote der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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ihr 3G-Netz (UMTS) 17 Jahre nach dem Start ab. Die freigewordenen Frequenzen werden künftig für LTE und 5G genutzt. Doch was bedeutet das Aus des 3G-Netzes für Mobilfunkkunden in der Praxis. Der Bonner Konzern beruhigt in einem Beitrag auf seinem Firmen-Blog und verspricht "LTE für alle".

Telekom-3G-Speed ist zu langsam - Frequenzen werden für LTE und 5G frei

Über das 3G-Netz sei lediglich eine maximale Download-Bandbreite von 42 Mbit/s möglich, das ist laut Telekom nicht mehr zeitgemäß. Per LTE sind Surfgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s realisierbar. Die Telekom wolle ihren Kunden ein "möglichst schnelles Mobilfunknetz" anbieten. Die 3G-Frequenzen waren bislang für die Nutzung durch LTE und 5G blockiert, durch die Netzabschaltung werden die Frequenzen für die Nutzung durch die aktuelleren Mobilfunkstandards frei.

Telekom hat viele 3G-Standorte auf LTE oder sogar 5G umgerüstet

Entwarnung gibt die Telekom im Hinblick auf die Befürchtung, dass Mobilfunkkunden nach der 3G-Abschaltung plötzlich im Funkloch stecken. "Tatsächlich ist die Sorge unbegründet, weil wir in den letzten Monaten, im letzten Jahr, wahnsinnig viele Standorte umgerüstet haben. Deshalb steht dort, wo in der Vergangenheit nur 3G war, schon heute schnelleres 4G oder 5G zur Verfügung. Und bis Mitte des Jahres, wenn wir 3G abschalten, werden wir damit einmal durch Deutschland durch sein. Das heißt, wir bauen zuerst die schnellere Technologie auf – bevor wir 3G abschalten", so Christian Kühner, Tribe-Leader Mobilfunk bei der Deutschen Telekom. Der Großteil der Telekom-Mobilfunkkunden würde ohnehin bereits LTE bzw. 5G nutzen.

Probleme nach 3G-Aus nur beim Surfen mit Uralt-Handys

Neue Smartphones werden nach der Abschaltung von 3G in der Regel nicht benötigt, da Handys bereits seit mehr als zehn Jahren LTE-Unterstützung bieten. Im vergangenen Jahr hätten in Deutschland acht Millionen Menschen mit ihrem Handy erstmals LTE nutzen können. Probleme dürften höchstens Kunden haben, die vielleicht noch ein Uralt-Nokia oder ein iPhone 4S oder älter nutzen. Die Anzahl solcher Kunden dürfte aber eher gering sein.

Telefonie über 2G-Netz weiter möglich

Sollten Kunden dennoch noch über ein älteres 3G-Smartphone verfügen, so würde dies künftig auch zum Telefonieren und zum SMS-Versand ausreichen, da dafür der 2G-Mobilfunkstandard verwendet werde. Ein neues Handy biete allerdings Unterstützung für "Voice over LTE" und damit auch eine bessere Sprachqualität, weniger Gesprächsabbrüche und einen schnelleren Verbindungsaufbau.

Ab dem Sommer entfalle aber definitiv das Surfen über 3G. "Hier ist es einfach mal an der Zeit, sich ein zeitgemäßes Handy anzuschaffen. Und dafür gibt es auch richtig gute Gründe, weil dieses Handy dann mit 4G/LTE in Zukunft zehnmal so schnell funktioniert", so der Telekom-Manager Kühner.

Teurer soll es für die bisherigen 3G-Nutzer künftig nicht werden. Die Tarife würden gleich bleiben, bieten aber künftig auch 4G. Versteckte Kosten müssten nicht befürchtet werden. Ob man bereits mit 4G bzw. LTE surft, lässt sich an der kleinen Anzeige oben auf dem Handy-Display durch das 4G - oder LTE-Symbol erkennen.

Drittanbieter haben Zugriff auf LTE-Netz der Telekom

In Deutschland habe die Telekom inzwischen 45.000 Mobilfunkantennen mit moderner Technik ausgestattet - für LTE, aber auch für 5G. im Vergleich zu 3G könne man zehnmal so schnell mobil im Internet surfen. Das LTE-Netz der Telekom sei auch für Mobilfunk-Anbieter und Discounter geöffnet worden, die ihre Tarife über das Telekom-Netz realisieren. Technisch sei LTE für diese Anbieter also umsetzbar, die Drittanbieter würden aber selbst entscheiden, welche Geschwindigkeiten und Tarifkosten ihren Kunden angeboten werden.

Die Telekom geht von einem reibungslosen Wechsel von 3G zu LTE aus. Unterstützung biete das Unternehmen Kunden auf der Webseite unter www.telekom.de/hilfe/3g-abschaltung.

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