eSIM

Telekom progostiziert Ende der Plastik-SIM-Karte

Die Telekom rechnet damit, dass die fest verbaute eSIM schon 2016 eingeführt wird und in zehn Jahren die austauschbare Plastik-SIM abgelöst haben wird. Die eSIM könnte es erleichtern, vernetzte Geräte zu verwalten und mit einem gemeinsamen Vertrag zu betreiben.

SIM-KarteneSIM statt Plastik: Der über 25 Jahre alten klassischen SIM-Karte droht das Aus.© Denys Rudyi / Fotolia.com

Bonn – In der über 25-jährigen Geschichte der SIM-Karte ist die technische Entwicklung nicht stehengeblieben. Die Plastik-SIM-Karte gibt es neben dem klassischen Format auch in den kleineren Varianten Micro-SIM und Nano-SIM. Das Einsetzen der Plastik-SIM-Karten in Smartphone oder Tablet kann aber eine nervige Fummelei sein. Ein Ende der klassischen SIM ist aber absehbar. An deren Stelle könnte nach Angaben der Deutschen Telekom (www.telekom.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) schon ab dem kommenden Jahr schrittweise die fest im Gerät integrierte eSIM (embedded SIM) treten. In einem Blogeintrag erläuterte der Bonner Konzern die Vorzüge der neuen eSIM.

eSIM ist programmierbar und aktiviert mehrere Geräte

Angesichts der zunehmenden Vernetzung und Internetfähigkeit von immer mehr Geräten bietet die eSIM etliche Vorteile. Die eSIM lässt sich von außen programmieren und enthält Infos über das Profil des Nutzers. Das Zuschneiden von SIM-Karten ist nicht mehr erforderlich. Nach Angaben der Telekom soll jeder im Jahr 2020 über bis zu zehn vernetzte Geräte verfügen. Neben Smartphones, Tablets und Notebooks gehen dann auch Autos, Fitnessarmbänder, Smartwatches und vieles mehr ins Netz. Die eSIM kann die Aktivierung und Verwaltung solcher Geräte erleichtern. Laut Telekom werde die eSIM die "Vernetzung von Maschinen und das Internet der Dinge beflügeln". Ein Vertrag gelte künftig dann für mehrere Geräte. Weitere Geräte sollen sich einfach durch das Einscannen des Identifikationscodes aktivieren lassen.

Markteinführung der eSIM ab 2016?

Die Telekom fordert einen weltweiten, offenen gemeinsamen Standard für die eSIM, Insellösungen einzelner Anbieter dürfe es nicht geben. Unter dem Dach der Branchenorganisation GSMA werde bereits – unter Mitwirkung der Telekom und anderer Anbieter, Gerätehersteller und SIM-Karten-Hersteller – an einem solchen Standard gearbeitet. Im kommenden Jahr könnte der Marktstart dieses eSIM-Standards erfolgen – zunächst vermutlich auf Tablets und Wearables. Ab 2017 rechnet die Telekom dann mit einem breiten Durchbruch für die eSIM, zunächst wohl noch parallel zur Plastik-SIM-Karte. Was geschieht aber künftig mit der klassischen SIM-Karte? "In zehn Jahren wird es aus unserer Sicht aber keine Plastik-SIM mehr geben", so die Telekom.

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