Refarming"-Technik

Telekom: So konnte das 5G-Netz schnell ausgebaut werden

Mit dem 5G-Ausbau liegt die Deutsche Telekom deutlich vor Vodafone und Telefónica Deutschland. Die Telekom nutzt die "Refarming"-Technik: Bestehende UMTS- und LTE-Standorte werden auf 5G aufgerüstet.

Jörg Schamberg, 26.01.2021, 09:29 Uhr
5G AntennenDank Refarming lassen sich an bestehenden Mobilfunk-Standorten UMTS-Frequenzen für LTE und 5G nutzen.© tanaonte / Adobe Stock

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deckt mit 5G bereits mehr als 67 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ab. Bundesweit funken nach Angaben des Bonner Konzerns rund 45.000 Antennen mit 5G. Wie konnte die Telekom ihr 5G-Netz innerhalb von etwas mehr als einem Jahr so schnell ausbauen? Antwort gibt das Unternehmen in einem aktuellen Beitrag im eigenen Firmenblog.

Refarming: UMTS- und LTE-Anlagen werden auf 5G aufgerüstet

Vor allem der Einsatz des sogenannten Refarming habe für Tempo beim 5G-Ausbau gesorgt – gerade in ländlichen Regionen. Mit Refarming werden bestehende UMTS- und LTE-Anlagen laut Telekom mit relativ geringem Aufwand auf 5G aufgerüstet. Obwohl 45.000 5G-Antennen in Betrieb sind, mussten nicht auch so viele Antennen neu installiert werden. Dank der Refarming-Technik lässt sich das bislang für UMTS (3G) genutzte Frequenzspektrum auf 2,1 Gigahertz (GHz) nach einer Aktualisierung von Hard- und Software für LTE und 5G einsetzen. Die Umwidmung der 3G-Frequenz werde durch die Abschaltung des UMTS-Netzes ab dem 30. Juni 2021 möglich. Die für UMTS verwendeten Frequenzen werden somit für die schnelleren Mobilfunkstandards frei.

Die Nutzung von 5G auf der 2,1-GHz-Frequenz deckt größere Gebiete ab, bietet allerdings kein Gigabit-Speed wie 5G mit 3,6 GHz, das in größeren Städten genutzt wird. Die Refarming-Technik ermöglicht 5G auf 2,1 GHz mit bis zu 150 Mbit/s. Das sei immer noch erheblich schneller als das LTE-Netz in vielen Regionen. Auch LTE-Nutzer würden von mehr Tempo profitieren.

Refarming spart Kosten

Aktuell stehe auf dem 2,1-GHz-Frequenzband bereits ein Frequenzbereich von 15 MHz für LTE und 5G zur Verfügung. Nach der UMTS-Abschaltung im Sommer 2021 sollen dann 20 MHz nutzbar sein. Da sich die bestehenden Anlagen weiterverwenden lassen, könnten Kosten gespart werden. Es müsse nur an der Basisstation zusätzliche Technik eingebaut werden.

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