Quartalszahlen

Telekom: US-Geschäft bleibt Wachstumstreiber

Das US-Geschäft ist nach wie vor Wachstumstreiber bei der Deutschen Telekom. Der Konzern hat im vergangenen Quartal aber insgesamt weniger Gewinn verbucht. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt und auch die Börse zeigt sich gelassen.

Telekom© Deutsche Telekom AG

Bonn – Die Deutsche Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) hat im abgelaufenen Quartal trotz ihrer boomenden US-Tochter weniger Gewinn eingefahren. Der Überschuss ging nach Angaben vom Donnerstag um 12,8 Prozent auf 621 Millionen Euro zurück, weil der im Dax notierte Konzern mehr für die Netze und in den USA vermietete Endgeräte abschrieb als vor einem Jahr. Umsatz und operatives Ergebnis kletterten dank des Kundenzustroms bei T-Mobile US im zweiten Quartal aber weiter kräftiger als bei den meisten großen Konkurrenten. Die Jahresprognosen bestätigte das Management.

Keine Sorgen an der Börse

An der Börse machten sich Händler keine größeren Sorgen. Die T-Aktie lag vorbörslich knapp im Plus und damit in etwa auf einer Linie mit dem Gesamtmarkt. Der für die Dividendenzahlung wichtige und damit am Kapitalmarkt viel beachtete Geldzufluss (Free Cashflow) ging zwar im Quartal um vier Prozent auf 1,32 Milliarden Euro zurück. Allerdings hatten sich im Vorjahr ein Sondereffekt aus einer Vergleichsvereinbarung sowie die Dividende des inzwischen verkauften britischen Mobilfunkgeschäfts positiv ausgewirkt.

Der Konzernerlös stieg im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum allein wegen des brummenden US-Geschäfts um 2,2 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 8,6 Prozent auf 5,46 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis fiel etwas besser aus als von Analysten erwartet, unter anderem war das Tagesgeschäft in Deutschland profitabler als gedacht.

T-Mobile US setzt auf Miet-Hardware

Zusätzlich profitiert die Telekom von einem Buchungseffekt in den USA: Weil die Kunden seit vergangenem Jahr Smartphones und Tablets mieten können, um sie einmal im Jahr in neue Geräte tauschen zu können, bleiben die betreffenden Geräte im Besitz von T-Mobile US. Der Kostenaufwand für die Geräte reduziert sich, die Abschreibungen steigen - das bläht das operative Ergebnis auf.

Die US-Mobilfunksparte, der mittlerweile größte Konzernteil, hatte bereits seine Zahlen vorgelegt und weiter mit starkem Wachstum geglänzt. US-Manager John Legere hat T-Mobile US in wenigen Jahren mit viel Geld aus Bonn zum aggressiven Wettbewerber umgekrempelt, nachdem die Telekom lange Zeit eher Sorgen mit ihrem teuren Übersee-Engagement hatte. Kundenzahl, Umsatz und operatives Ergebnis wachsen in den USA mittlerweile kräftig.

Im Heimatmarkt ging der Umsatz zwar um mehr als drei Prozent zurück. Allerdings zu großen Teilen deswegen, weil die Telekom weniger Endgeräte für Partner verkaufte - das Handelsgeschäft hat eher niedrige Gewinnmargen. Auch die Mobilfunkserviceerlöse schrumpften um 0,8 Prozent.

So sieht es bei der Konkurrenz aus

Damit schnitt der Marktführer besser ab als O2-Netzbetreiber Telefónica Deutschland (-1,7 Prozent), der nach Anschlüssen in Deutschland vorne liegt. Vodafone machte allerdings Boden gut, beim Düsseldorfer Rivalen waren die Rechnungsbeträge für Sprache und Daten weniger stark zurückgegangen (0,3 Prozent).

Sinkende Roaming-Gebühren und Rabatte

Die Telekom führt den Druck auf die Mobilfunkpreise unter anderem auf die sinkenden Roaming-Gebühren zurück, aber auch auf Rabatte für die Komplettpakete aus Internet, Fernsehen und Mobilfunk, die auf den Mobilfunkumsatz angerechnet werden. Das allein habe mehr mit rund 1,1 Prozentpunkten negativ zu Buche geschlagen, sagte ein Sprecher.

Bei den lukrativen Breitbandanschlüssen, über welche die Telekom schnelle Internetanschlüsse und ihr Fernsehangebot Entertain anbietet und so in den kommenden Jahren wachsen will, heimste das Unternehmen 64.000 neue Verträge im Quartal ein.

Quelle: DPA

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