Lauschangriff

Telekom verbessert Abhörsicherheit im Handynetz

Derzeitig ist das Abhören von Handygesprächen mit wenig Aufwand möglich. Laut Wirtschaftswoche will die Telekom nun auf eine verbesserte Technik umsteigen. Die Mitbewerber hingegen wollen erst in einigen Jahren nachziehen.

Auslandsgespräche© manu / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Die Deutsche Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) will mit besserer Verschlüsselung das Abhören von Handy-Gesprächen erschweren. Der Konzern rüstet sein Mobilfunknetz mit der verbesserten Verschlüsselungssoftware A5/3 auf, wie der zuständige Telekom-Vorstand Thomas Kremer der Wirtschaftswoche sagte. Hintergrund: Die ursprüngliche Verschlüsselung der GSM-Netze ist geknackt und das Abhören von Gesprächen bereits mit überschaubarem Aufwand möglich. Auch bei A5/3 gibt es Angriffs-Szenarien, die Software gilt aber nach wie vor als deutlich sicherer.

Update: Neue Sicherheit nicht bei alten Handys

In den Genuss der höheren Sicherheit kommen aber nur Kunden, die neuere Geräte haben. Wer noch mit alten Handys telefoniert, nutzt weiter den Standard A5/1. Für 50.000 ältere Apparate musste eine spezielle Software installiert werden, weil sie sonst durch den neuen Standard lahm gelegt worden wären, teilte die Telekom mit. Die Gesamtzahl der Handys, die weiter mit dem alten Algorithmus operieren, ist nach Angaben eines Konzernsprechers noch deutlich höher. Eine Liste der entsprechenden Geräte hat die Telekom veröffentlicht.

Quelle: AFP, DPA

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