Stellungnahme

Telekom will an "StreamOn" festhalten

Die Telekom will alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Mobilfunk-Option "StreamOn" weiter anbieten zu können. Einige Bestandteile der Option gelten als rechtswidrig, die Telekom sieht dies anders.

Telekom© Deutsche Telekom AG

Bonn – Das Verwaltungsgericht Köln hatte am Dienstag einen Eilantrag der Deutschen Telekom gegen Auflagen der Bundesnetzagentur für die Mobilfunk-Option "StreamOn" abgelehnt. Bei aktivierter "StreamOn"-Option wird das bei der Nutzung von Streaming-Partnerdiensten verbrauchte Datenvolumen nicht auf das Inklusivvolumen des gebuchten Mobilfunktarifs angerechnet. Nach der Entscheidung des VG Köln sind die Drosselung der Übertragungsbandbreite bei Videos auf 1,7 Mbit/s sowie die Gültigkeit von "StreamOn" nur im Inland rechtswidrig. Nun hat sich die Telekom in ihrem Unternehmensblog zu dem Thema geäußert. Der Bonner Konzern will "StreamOn" weiter anbieten.

Telekom will alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen

Die Telekom wolle – im Interesse ihrer Kunden – alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um "StreamOn" weiter anbieten zu können. Die Entscheidung des VG Köln hätte keine unmittelbare Auswirkung auf das "StreamOn"-Angebot. Der Telekom steht als nächster Schritt eine Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Münster offen.

Aus Sicht der Telekom würde eine Einstellung von "StreamOn" einen großen Nachteil für die mehr als 1,7 Millionen Kunden bedeuten, die die Mobilfunk-Option nutzen. Für den Dienst habe das Unternehmen bereits über 350 Inhalte-Partner gewonnen. "Wir kämpfen für unsere Kunden und für Innovationen im Mobilfunkmarkt", so die Telekom.

Telekom sieht keinen Verstoß gegen EU-Recht

Das Angebot verstoße nicht gegen EU-Recht, so die Auffassung der Telekom. Die EU-Roaming-Verordnung erlaube auch nationale Tarife. "StreamOn" müsse als kostenloser Zusatzvertrag in Deutschland daher nicht EU-weit angeboten werden. Die Option sei als kostenloses Angebot zur Nutzung im Inland gedacht. Von Kunden gebe es laut der Telekom deswegen keinerlei Beschwerden.

Telekom: DVD-Qualität reicht für mobile Endgeräte aus

Auch die Kritik an der Drosselung der Bandbreite beim Streaming von Videos versteht die Telekom nicht. "Wir halten die Übertragung in DVD-Qualität für die Darstellung auf mobilen Endgeräten für absolut ausreichend", so der Bonner Konzern. Im Bedarfsfall könnten andere Qualitäten im Bedarfsfall genutzt werden.

Die Option sei in Deutschland ein "absoluter Erfolg". Der Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt habe sich dadurch belebt. Vodafone bietet mit dem "Vodafone Pass" ein ähnliches Angebot an.

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