Terrorgefahr

Telekom will Missbrauch von Prepaid-Karten vorbeugen

Die Telekom überlegt, zur Terrorabwehr die Ausgabe von Prepaid-Karten einzuschränken. Möglichkeiten wären die Begrenzung der Kartenmengen oder eine Registrierung. Hintergrund ist ein Fall, bei dem IS-Hintermänner in Ungarn 20.000 Karten bevorratet hatten.

Melanie Zecher, 05.01.2017, 14:18 Uhr (Quelle: DPA)
Simkarten© Peter Jobst / Fotolia.com

Bonn – Der Missbrauch von im Voraus bezahlten SIM-Karten für Handys (Prepaid) ist der Deutschen Telekom (www.telekom.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) zunehmend ein Dorn im Auge. Eine Registrierung mit Identifizierung sowie eine Begrenzung der Kartenmengen pro Kauf seien Möglichkeiten, die politisch erörtert werden sollten, sagte das für Datenschutz zuständige Vorstandsmitglied Thomas Kremer der "Wirtschaftswoche" (Freitag). Hintergrund ist die missbräuchliche Nutzung von Prepaid-Karten durch Terroristen, die so unerkannt kommunizieren können.

Ausweispflicht beim Prepaid-SIM-Kauf

Im Sommer hatte der Bundestag schon eine Neuregelung beschlossen, wonach künftig jeder einen Ausweis vorlegen muss, der eine Prepaid-Karte fürs Handy kaufen will. Die Regelung gehört zum einem Anti-Terror-Gesetzespaket. Die Telekommunikationsfirmen bekamen eine Übergangsfrist von zwölf Monaten, um ihre Prozesse anzupassen.

IS-Hintermänner horteten Prepaid-Karten

Wie das Magazin weiter berichtete, sei der Bonner Konzern durch einen Fall in Ungarn aufgeschreckt worden. Im Namen eines verstorbenen Obdachlosen hatten offenbar Hintermänner der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen Vorrat von 200.000 Karten angelegt. Die meisten dieser Karten, die man nach den Anschlägen in Paris und Brüssel in den Taschen erschossener Terroristen gefunden hatte, waren von der ungarischen Telekom-Tochter verkauft worden.

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