Kindle & Co.

"Test" prüft E-Book-Reader und Tablets

Die meisten Lesegeräte für elektronische Bücher überzeugen laut Stiftung Warentest durch Benutzerfreundlichkeit. Beim Vergleich von 13 Geräten schnitten zehn mit dem Qualitätsurteil "Gut" ab. Tablets können nicht ganz mithalten, wenn es um das Leseerlebnis geht.

Amazon Kindle FireKindle Fire© Amazon

Berlin (AFP/red) - In der Juni-Ausgabe der Zeitschrift "Test" bekommen auch die vier als Lesegerät getesteten Tablet-Computer alle die Note "Gut" - haben aber laut Stiftung Warentest vor allem für Vielleser gravierende Nachteile gegenüber E-Book-Readern.

Kindle Paperwhite vor Tolino Shine

Die Tester prüften die Lesegeräte vor allem auf Bildqualität, Handhabung und Konstruktion. In ihr Urteil flossen auch die Funktion "Bücher laden", die Vielseitigkeit und die Nutzungsdauer ein. Testsieger ist der Kindle Paperwhite von Amazon für 129 Euro, zweiter der Tolino Shine für 100 Euro, den mehrere Buchhändler in Deutschland seit März verkaufen. Die Note "Gut" bekamen aber auch Geräte von Kobo, Bookeen und Sony. Drei Geräte - der Icarus Reader und die zwei Reader von Trekstor - bekamen nur ein "Befriedigend".

Kindle hat einen großen Nachteil

Der Kindle Paperwhite und der Paperwhite 3G mit Mobilfunk für 189 Euro überzeugten mit einer "tadellosen Displayqualität" und seien "sehr bedienfreundlich", wie "Test" berichtet. Allerdings könnten die Nutzer ihre elektronischen Bücher nur bei Amazon kaufen und keine E-Books aus öffentlichen Bibliotheken leihen. Bei den Lesegeräten der meisten anderen Hersteller könnten Käufer hingegen in der Regel elektronische Bücher kaufen, wo sie wollen, weil diese offene Dateiformate unterstützen. Auch sie seien teils mit dem "Luxus" einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet.

Vielleser sollten lieber Reader als Tablet wählen

Die Tester untersuchten auch, wie gut Tablet-Computer als Lesegeräte für elektronische Bücher geeignet sind. Die Stiftung Warentest prüfte den Amazon Kindle Fire, das iPad Mini von Apple, den Kobo Arc und das Samsung Galaxy Tab. Sie ließen sich zwar zu mehr als nur zum Lesen nutzen - Viellesern sei aber zu einem E-Book-Reader zu raten: Bei Sonnenlicht sind Texte kaum zu erkennen, die spiegelnde Display-Oberfläche stört beim Lesen, die Tablets sind schwerer und der Akku hält oft nur wenige Stunden.

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