Microsoft

Übernahme von Nokias Handysparte abgeschlossen

Nokia hat bekannt gegeben, dass der verkauf der Handy- und Tablet-Sparte des Unternehmens an Microsoft nun abgeschlossen ist. Zwei Fabriken wurden noch aus dem Geschäft herausgenommen.

Nokia

Helsinki (AFP/red) - Der Preis sei am Ende "etwas höher" ausgefallen als die zunächst angekündigten 5,44 Milliarden Euro. Eine konkrete Summe wurde nicht mitgeteilt. Details will Nokia am Dienstag bei der Präsentation seiner Quartalszahlen bekanntgeben.

Zwei Fabriken nicht Teil des Deals

Zwei Fabriken der Finnen wurden den Angaben zufolge aus dem Geschäft herausgenommen. Der Produktionsstandort Chennai in Indien sei nicht Teil des Deals, dennoch sollten dort Handys für Microsoft hergestellt werden, erklärte Nokia. Die indischen Finanzbehörden hatten die Fabrik wegen Streitigkeiten mit Nokia im vergangenen Jahr unter Zwangsverwaltung gestellt. Es handelt sich mit fast 7000 Mitarbeiter um eine der wichtigsten Produktionsstätten des Konzerns.

Ebenfalls aus dem Verkauf herausgenommen wurde den Angaben zufolge eine Fabrik im südkoreanischen Masa. Dieser Standort solle geschlossen werden, erklärte Nokia. Derzeit arbeiten dort rund 200 Menschen. Nokia kündigte für sie ein Hilfsprogramm an.

Verhandlungen verzögerten sich

Der Abschluss des Geschäfts mit Microsoft war eigentlich bis Ende März vorgesehen. Am 24. März kündigte Nokia jedoch an, dass es eine Verzögerung gebe. Zwar seien die Verhandlungen mit Microsoft weit fortgeschritten, doch fehle noch die Zustimmung einiger Wettbewerbsbehörden in Asien, erklärte der Konzern damals. Die EU-Kommission hatte bereits Anfang Dezember grünes Licht für die Übernahme gegeben.

Niedergang eines Marktführers

Nokia war früher der größte Handyhersteller der Welt, erlebte aber nach der Einführung von Apples iPhone im Jahr 2007 einen heftigen Absturz. Im vergangenen Jahr brach der Umsatz der Nokia-Handysparte im Vergleich zu 2012 um fast ein Drittel ein. Klarer Weltmarktführer bei Mobiltelefonen ist inzwischen Samsung aus Südkorea.

Quelle: AFP

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