Internationaler iPhone-Index

Verivox: So lange arbeiten Deutsche für den Kauf eines iPhones

Das Vergleichsportal Verivox hat für 64 Länder einen iPhone-Index erstellt. Dieser gibt an, wie viele Arbeitstage die Bürger eines Landes benötigen, um ein iPhone 11 zu erwerben. Deutschland findet sich in dem Ranking auf Platz 16.

Apple iPhone 11Das iPhone 11 von Apple - in manchen Ländern ist das Smartphone fast unerschwinglich.© Apple Inc.

Wie bereits in den Vorjahren hat Verivox, das Vergleichsportal für Tarife, in einer Studie für 64 Länder weltweit den aktuellen iPhone-Index berechnet. Dieser ermöglicht einen Vergleich, wie lange man in den jeweiligen Ländern theoretisch für den Kauf eines neuen iPhone 11 mit 64 GB Speicher arbeiten muss. Während Deutsche sich bereits nach rund sieben Arbeitstagen ein neues iPhone leisten könnten, gebe es in anderen Teilen Europas sowie außerhalb unseres Kontinents deutliche Unterschiede.

Vier iPhones pro Monat für Bundesbürger?

Im Schnitt könnten sich deutsche Verbraucher jeden Monat vier neue iPhones kaufen. Ein iPhone 11 (64 GB) kostet derzeit in Deutschland 799 Euro. Die Experten von Verivox haben zu Vergleichszwecken in allen Ländern die Preise für ein solches iPhone-Modell recherchiert. Das sogenannte Bruttonationaleinkommen (früher Bruttosozialprodukt) pro Kopf und Monat wurde dann durch den iPhone-Kaufpreis dividiert. Das Ergebnis zeige, wie viele iPhones sich Verbraucher im Monat leisten könnten. Dies ist allerdings nur eine theoretische Betrachtung, da dabei etwa die Lebenshaltungskosten nicht berücksichtigt wurden. Das Bruttonationaleinkommen ist zudem nicht gleichzusetzen mit dem realen Durchschnittsverdienst der Bundesbürger. Für einen Ländervergleich ist der von Verivox ermittelte iPhone-Index dennoch von Interesse.

Lichtenstein führt Ranking an - Schlusslicht ist Madagaskar

Deutschland findet sich im internationalen Vergleich nur auf Platz 16 von 64 Ländern. Auch Finnen und Österreicher benötigen wie Deutsche rund sieben Arbeitstage, um sich ein iPhone leisten zu können. Das Ranking wird von Lichtenstein angeführt. In dem reichen europäischen Zwergstaat reichen drei Arbeitstagen für den Kauf eines iPhones aus. Pro Monat könnten sich Lichtensteiner wegen des hohen Bruttonationaleinkommens theoretisch zwölf iPhones zulegen. Auf Platz zwei folgen die Schweiz mit neun iPhones pro Monat sowie auf Rang drei die USA mit sieben Apple-Smartphones.

Das Schlusslicht bildet Madagaskar: Der Kauf eines iPhones ist für Madegassen nahezu unerschwinglich. Sie müssten für ein einziges Apple-Smartphone fast drei Jahre (967 Tage) arbeiten. Das Pro-Kop-Einkommen reicht zudem in Bulgarien und Montenegro nicht aus, um sich ein iPhone im Monat zu kaufen.

iPhone-Preise schwanken im internationalen Vergleich stark

"In jedem dritten der untersuchten Länder reicht ein Monat Arbeitszeit nicht aus, um den Kaufpreis für ein iPhone zu erwirtschaften, erklärt Verivox-Telekommunikationsexperte Eugen Ensinger. "Die neue iPhone-Generation markiert jedoch einen Wendepunkt: Die Preise für das Standardmodell wurden im September 2019 erstmals im Vergleich zum Vorjahr gesenkt – das iPhone 11 nähert sich mit 799 Euro dem mittleren Preissegment," sagt Ensinger. Der Kaufpreis für ein iPhone schwankt international erheblich. In Japan kostet es laut Verivox umgerechnet 620 Euro, in Uruguay 578 Euro. Am teuersten sei das iPhone 11 mit 1.707 Euro in Argentinien. Über 1.000 Euro koste das Apple-Gerät zudem etwa in Jordanien, der Türkei oder Brasilien.

Apple iPhone 11

Apple iPhone 11

  • Betriebssystem iOS
  • 12 Megapixel-Kamera
  • 6,1 Zoll Retina-LCD Display
  • bis zu 256 GB Speicher
  • ab 1,00 € mit Vertrag

Jörg Schamberg

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