Test

Was taugen Outdoor-Apps fürs Smartphone?

Smartphones sind trotz Apps und Zubehör kein Ersatz für Wanderkarte oder Tourenbuch. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test der Zeitschrift iPhoneWelt". Probleme gibt es unter anderem beim Akku und der Halterung.

Telefonieren Fahrrad© diego cervo / Fotolia.com

München (red) - Zwar gehört ein Mobiltelefon gerade in entlegenen Gegenden zur Standardausrüstung für Notfälle. Als Ersatz für die gedruckte Karte, den detaillierten Tourenführer oder das GPS-Navigationsgerät kommen Smartphones jedoch nicht in Betracht. Zu diesem Urteil kommt das Magazin "iPhoneWelt", das in seiner neuen Ausgabe (01/2014) spezielle Outdoor-Apps und Smartphone-Zubehör für Mountainbiker getestet hat.

Import von Daten aufs Smartphone schwierig

Für Wanderer und Radfahrer gibt es bereits zahlreiche Websites mit ausführlichen Routenvorschlägen inklusive wichtiger Informationen und nützlicher Tipps. Allerdings fehle es derzeit noch an geeigneten Apps, mit denen sich diese Informationen zuverlässig und vor allem vollständig auf das Smartphone importieren lassen. So übernehmen die meisten Apps nur den reinen Streckenverlauf, nicht jedoch dazugehörige Beschreibungen oder lohnende Anknüpfungspunkte an andere Touren.

Schwachpunkt Userbewertung

Zudem ist laut "iPhoneWelt" der Import von Routen abseits befestigter Wege je nach System teils sehr umständlich, und dazugehörige Umgebungskarten müssen oft separat heruntergeladen werden, damit sie auch offline verfügbar sind. Im Unterschied zum klassischen Tourenbuch fehle den meisten Apps außerdem eine einheitliche Beschreibung des Anforderungsprofils von Strecken, da diese meist von einzelnen Usern erstellt und subjektiv bewertet wurden.

Bei ruppiger Fahrt ist das Handy nicht sicher

Beim Smartphone-Einsatz auf dem Fahrrad ist auch das Thema Befestigung eine wichtige Frage. Im Gegensatz zu Fahrrad-Computern oder GPS-Geräten für den Outdoor-Einsatz sind Smartphones weder sturz- noch wasserfest. Eine robuste Lenkerhalterung und eine möglichst wasserdichte Abdeckung sind daher Pflicht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Lenkerklemmung mittig hinter dem Smartphone sitzt und dieses möglichst dicht am Lenker befestigt wird. Laut "iPhoneWelt" sind jedoch selbst die stabilsten Smartphone-Halterungen kaum in der Lage, das Gerät bei ruppigerer Fahrt auf Dauer in Position zu halten.

Beim GPS-Tracking mangelt es an Ausdauer

Das Fazit der Tester: Zur groben Orientierung vorab oder zwischendurch können die Apps durchaus nützlich sein. Gerade auf längeren Touren jedoch ist das Smartphone allein schon durch die sehr begrenzte Akkulaufzeit beim dauerhaften GPS-Tracking am besten im Rucksack aufgehoben. Beim Radfahren kann das Gerät am Lenker speziell auf schmalen, unbefestigten Wegen zudem das Blickfeld oder die Konzentration des Fahrers gefährlich beeinträchtigen.

Top