Handydiebstahl

Wenn das Handy weg ist, drohen Folgekosten

14 Millionen Deutschen ist, einer Umfrage und Hochrechnung zufolge, ihr Handy schon einmal abhanden gekommen. Viele Geräte verschwanden durch Diebstahl - kein Wunder, dass drei Viertel der Mobiltelefone nicht wieder auftauchen.

Telefongespräch© goodluz / Fotolia.com

Berlin (red) - Der aktuellen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom zufolge hat rund jeder zehnte Deutsche (7,7 Millionen) ab 14 Jahren sein Handy schon einmal verloren. 3,5 Millionen sind Opfer einer Straftat geworden, ihnen wurde das Handy gestohlen. Bei weiteren 2,8 Millionen Deutschen war das Gerät verschwunden und sie wissen nicht, ob sie es verloren haben oder ob es ihnen gestohlen wurde.

Handydiebstahl kann Folgekosten nach sich ziehen

"Auf Mobiltelefonen befinden sich viele persönliche Informationen. Daher ist es wichtig für den Fall eines Verlustes Schutzvorkehrungen für die sensiblen Daten zu treffen", sagt Bitkom-Präsident Prof. Kempf. Das verlorene Gerät bleibt nicht immer der einzige Schaden: Jeder siebte Mobiltelefon-Besitzer (14 Prozent), dessen Handy weg gekommen ist, hatte anschließend eine höhere Telefonrechnung, etwa weil jemand auf seine Kosten telefoniert hat.

Nur wenige Handys tauchen wieder auf

Nur wenige erhalten ihr Handy wieder zurück: In drei Viertel der Fälle (73 Prozent) taucht das Gerät nicht wieder auf. Immerhin jeder Zehnte, dessen Handy verschwunden war, bekommt es durch einen ehrlichen Finder zurück. Weitere drei Prozent konnten es bei Polizei oder Fundbüro abholen. Einige finden ihr vermisstes Mobiltelefon selbst wieder, indem sie es orten: Vier Prozent der Befragten, die schon einmal ihr Handy vermisst haben, konnten auf diese Weise ihr Gerät zurückbekommen.

Sicherheitsmaßnahmen

Der Verlust des eigenen Telefons kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Insbesondere auf Smartphones befinden sich viele persönliche Informationen sowie Daten, die gesetzlich zu schützen sind. Daher sollten Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Auf jeden Fall sollte eine PIN-Sperre eingestellt werden. Ohne den Code kann der Finder oder Dieb das Gerät nicht nutzen und hat keinen Zugriff auf die gespeicherten Daten.

Außerdem sollte die IMEI-Nummer des Mobiltelefons notiert werden, durch die das Gerät eindeutig identifiziert werden kann. Die Seriennummer wird zudem benötigt, um bei der Polizei Anzeige wegen Diebstahls erstatten zu können. Die fünfzehnstellige Zahl befindet sich häufig auf einem Aufkleber unter dem Akku. Sie kann auch über die Eingabe *#06# auf der Telefontastatur abgefragt werden. Sollte das Handy, nachdem der Verlust bemerkt wurde, nicht durch einen Anruf auf dem Gerät oder eine Ortung wiedergefunden werden, ist es ratsam die Sim-Karte beim Mobilfunk-Provider sperren zu lassen. So kann niemand auf Kosten des Handy-Besitzers telefonieren, SMS verschicken oder im Internet surfen.

Ortung und Fernzugriff bei Smartphones

Hilfreich sind auch Lokalisierungs-Dienste. Sie helfen ein verlorenes Handy wiederzufinden. Viele der Services für Smartphones erlauben zudem das Löschen der eigenen Daten aus der Ferne. Apple und Microsoft bieten für ihre Smartphone-Plattformen entsprechende Dienste an. Unter www.icloud.com oder www.windowsphone.com können sich die Smartphone-Nutzer für den Service anmelden. Einige Hersteller von Android-Smartphones, etwa Samsung oder Motorola, bieten für viele Modelle ebenfalls vergleichbare Dienste an. Zudem gibt es für das Smartphone-Betriebssystem Android Apps wie Android Lost, die ähnliche Sicherheits-Features bieten.

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