Smartphone-Tarif

Werbung für "grenzenloses Surfen" verboten

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone darf nicht mehr mit "grenzenlosem Surfen" für seinen Mobilfunktarif werben, solange er die Internetnutzung im Kleingedruckten begrenzt. Im konkreten Fall müssen Peer-to-Peer-Verbindungen separat bezahlt werden.

Verbraucherzentrale Bundesverband© Verbraucherzentrale Bundesverband

Berlin (AFP/red) - Dies entschied das Landgericht Düsseldorf und entsprach damit einer Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), wie die Organisation am Freitag in Berlin mitteilte. (Az: 38 o 45/13)

Peer to Peer kostet Extra

Vodafone (www.vodafone.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der Link ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) hatte demnach seinen Smartphone-Tarif "Red M" mit den Worten "ideal zum grenzenlosen Telefonieren und Surfen" beworben. Allerdings sind sogenannte Peer-to-Peer-Verbindungen wie etwa zum Chatten über Facebook und Skype oder zu Dateitauschbörsen sowie YouTube nur gegen einen Aufpreis von 9,95 Euro im Monat zu haben. Davon erfuhren die Kunden erst im Kleingedruckten oder nach mehreren Klicks auf Fußnoten am unteren Bildrand.

Beschänkungen sind gang und gäbe

Laut einer Umfrage des vzbv beschränken bis auf ein Angebot fast alle großen Anbieter die Internetnutzung. vzbv-Vorstand Gerrd Billen bezeichnete dies als "Zwei-Klassen-Gesellschaft" im Internet: Jeder habe Anspruch auf einen diskriminierungsfreien Zugang zu Onlinediensten und Inhalten. Die Bundesregierung müsse die Netzneutralität deshalb gesetzlich verankern, erklärte Billen.

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