Ärgerlich

Werbung saugt am Smartphone-Akku

Die Akkulaufzeit eines Smartphones wird oft von Werbeanzeigen in Apps stark beeinflusst, so eine aktuelle Studie. Dadurch, dass diese oft nachgeladen werden, leert sich der Akku schneller - und der Datenverbrauch steigt.

Smartphone mit Apps© arrow / Fotolia.com

Köln (red) – Für die Studie, die in Zusammenarbeit mit der Universität Berkeley entstand, wurde der Energieverbrauch von beliebten Smartphone-Apps untersucht. Der Test ergab Adblock Plus zufolge, dass eine durchschnittliche App Werbeanzeigen alle 12 bis 120 Sekunden neu lädt.

Das habe zur Folge, dass der Energiesparmodus ständig deaktiviert werde. Die 3G-Verbindung sei für weitere 25 Sekunden geöffnet und das Smartphone wieder auf voller Leistungsbereitschaft. Diese sogenannte "tail time" habe einen erhöhten Energieverbrauch zur Folge.

Akkus hinken der Entwicklung hinterher

"Durch die In-App-Werbung profitieren vielen Smartphone-Nutzer von kostenfreien Anwendungen, dies geht aber auf Kosten der Akkulaufzeit", sagt Till Faida, Mitgründer von Adblock Plus. "Smartphones sind als unsere kleinen Helfer im Alltag nicht mehr wegzudenken. Jeden Tag kommt eine neue Funktionalität, eine neue Anwendung hinzu. Leider entwickeln sich die Akkus nicht so schnell weiter, wie sie es müssten, um Schritt zu halten. Viele Nutzer machen die Smartphones für die Kurzlebigkeit ihrer Akkus verantwortlich, obwohl die integrierte Werbung oftmals an dem hohen Energieverbrauch schuld ist."

Datenverbrauch wird durch Werbung erhöht

Nicht nur die Akkulaufzeit ist betroffen, auch der Datenverbrauch eines Smartphones wird durch Werbung in Apps beeinflusst, denn die Anzeigen, die eingeblendet werden, verursachen auch Traffic. Einige Spiele-Apps beispielsweise lassen sich genauso gut auch offline nutzen. Aktiviert man aber die Internetverbindung, wird Werbung eingeblendet, die dann auch das Datenvolumen belastet. Will man Werbung dauerhaft von seinem Smartphone verbannen, helfen Werbeblocker-Anwendungen, die auch als App erhältlich sind. Teilweise verursachen jedoch diese Anwendungen ihrerseits einen hohen Datentraffic.

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