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Wie man mit dem Handy im Ausland Kosten sparen kann

Die Reisewelle rollt. Im Gepäck findet neben Sonnencreme und Badeanzug inzwischen immer öfter auch das Handy. Doch im Ausland mobil telefonieren, simsen und surfen, kann schnell richtig ins Geld gehen. Wie sich Kosten sparen lassen? 6 Fragen, 6 Antworten

Handytarife© Sandra Neumann / Fotolia.com

Frankfurt/Main (afp/red) – Pünktlich zum Start der Feriensaison sinken ab 1. Juli erneut die Preisobergrenzen für Handytelefonate im EU-Ausland. Trotz vergleichsweise günstiger Tarife in den Nachbarländern sollten Handy-Nutzer aber auf die Kosten achten, um nach dem Urlaub nicht eine horrende Rechnung vorzufinden.

1. Kann man im Ausland einfach mit dem Handy telefonieren?

Die meisten Handys sind von Anfang an für das so genannte Roaming freigeschaltet, also für das Telefonieren in ausländischen Mobilfunknetzen. Einige Anbieter verlangen aber eine ausdrückliche Aktivierung - die kostet zwar meist nichts, kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Gerade bei exotischeren Reisezielen ist eine Nachfrage angebracht.

2. Wie viel kostet das Telefonieren im Ausland?

Nach der neuen EU-Verordnung dürfen abgehende Gespräche innerhalb der EU für Kunden mit deutschen Verträgen ab 1. Juli maximal 46 Cent kosten, ankommende Gespräche nicht mehr als 18 Cent. In Ländern außerhalb der EU - und damit zum Beispiel auch in der Schweiz, in Kroatien und der Türkei - gelten je nach Land und Netz oft sehr unterschiedliche Tarife, die jeweils beim Anbieter zu erfragen sind.

3. Lohnt sich ein spezieller Auslandstarif?

Besonders für Vertragskunden bieten viele Mobilfunkgesellschaften besondere Auslandstarife an. Diese bieten häufig günstigere Minutenpreise, es kommen meist aber Verbindungsgebühren pro Gespräch hinzu. Damit lohnen sie sich erst bei längeren Gesprächen. Besonders interessant können die Optionstarife aber bei Aufenthalten außerhalb der EU sein, wo die Minutenpreise sonst häufig hoch sind.

4. Was muss man bei SMS und MMS beachten?

Für Handy-Kurznachrichten gilt die Obergrenze von maximal 13 Cent. Damit sind die SMS teils deutlich billiger als in Deutschland. Der SMS-Empfang ist kostenlos. Teuer werden können MMS - mit denen sich etwa Urlaubsfotos per Handy verschicken lassen. Die Preise sind hierfür teilweise sehr unübersichtlich - abhängig von der Größe der MMS, dem Land und Netz fallen oft unterschiedliche Kosten an. Auch der MMS-Empfang im Ausland ist teils kostenpflichtig.

5. Kann man mit dem Handy im Ausland ins Internet gehen?

Wer im Urlaub schnell seine E-Mails, Fußballergebnisse oder das Wetter im Internet checken möchte, kann dies auch mit seinem Handy tun. Ganz billig ist das zwar nicht, aber: Ab dem 1. Juli sind Mobilfunkkunden automatisch vor Schockrechnungen fürs Surfen im Ausland geschützt. Dann gilt automatisch eine Kostenobergrenze von 60 Euro. Nach deren Überschreiten wird die Datenverbindung gekappt. Bei 80 Prozent des maximalen Kostenvolumens erhalten die Telefonkunden eine Nachricht - als SMS, E-Mail oder sogenanntes Pop-up-Fenster im Browser. Bei Erreichen der Grenze kommt in aller Regel noch eine Nachricht.

5. Wie man noch Geld sparen kann?

In der EU darf die Umleitung eines nicht angenommenen Gesprächs auf die Mailbox ab 1. Juli nichts mehr kosten. Außerhalb der EU kann die Mailbox aber zu einer wahren Kostenfalle werden - daher besser vor dem Abflug ausschalten! Eine Alternative ist die vollständige Umleitung aller Anrufe auf die Mailbox - dann ist der Kunde nur noch per SMS zu erreichen oder kann selber anrufen. Wer lange Zeit in einem Land verbringt, sollte sich unter Umständen dort eine Prepaidkarte zulegen.

Tipp: Wer noch eine günstige Prepaidkarte fürs Telefonieren und Surfen im Ausland benötigt, findet auf unserer Ratgeberseite zum Thema "Ausland" neben vielen Tipps auch einen Preisvergleich für ausländische Prepaidkarten.

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