SIM-Lock

Wirbel um Regionalsperre bei Samsung-Handys

Derzeit sorgt ein Aufkleber für großen Ärger bei Samsung-Nutzern: Das Galaxy Note 3 wird offenbar mit einem regionalen SIM-Lock ausgeliefert, der die Nutzung ausländischer SIM-Karten teilweise verhindert.

Samsung Galaxy Note 3Galaxy Note 3© Samsung

Linden/Hamburg (red) - Die erste Reaktion vieler Nutzer war Empörung: Mit einem in Europa gekauften Galaxy Note 3 könnte man dem Aufkleber zufolge nicht in die Ferne reisen und dort die SIM-Karte eines lokalen Anbieters benutzen, um Telefonkosten zu sparen. Reguläres (und teures) Roaming ist aber nach wie vor möglich.

Auch weitere Samsung-Smartphones betroffen

Der Wortlaut des Aufklebers: "Dieses Produkt ist nur mit einer SIM-Karte eines Mobilfunkbetreibers aus folgenden Ländern kompatibel: Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum (Island, Liechtenstein, Norwegen) sowie die Schweiz, Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Monaco, Montenegro, San Marino, Serbien, Vatikanstadt."

Es sollen zudem weitere Geräte des Herstellers betroffen sein, namentlich das Galaxy S3, Galaxy Note 2, Galaxy S4 und Galaxy S4 mini. Die Sperre soll aber lediglich bei Geräten eingesetzt werden, die ab Ende Juli hergestellt wurden. Bereits ausgelieferte Geräte sind laut dem Blog allaboutsamsung.de, der ein Statement von Samsung bekommen hat, ebenfalls nicht betroffen.

Viel Wirbel um nichts?

Mittlerweile sieht es aus, als bestünde doch nicht ganz so viel Grund zur Aufregung. Auf der Facebook-Seite von Samsung Schweiz teilte Samsung nach zahlreichen Beschwerden mit, die Sperre werde nach der erstmaligen Aktivierung in einem der genannten Länder entfernt. Danach könne man auch SIM-Karten aus nicht-europäischen Ländern verwenden. Gleiches berichtet allabaoutsamsung.de in einem Update. Dann würde eine Erst-Aktivierung in einem europäischen Land ausreichen, um das Gerät ohne Einschränkung weltweit zu nutzen.

Erstaktivierung in einem außereuropäischen Land

Zudem heißt es im Statement: "Sollte ein in der Europäischen Union erworbenes und bislang noch nicht in Betrieb genommenes Gerät im Ausland erstmals aktiviert werden, können Nutzer bei lokalen Samsung Servicepartnern ihr Gerät für die Region kostenlos freischalten lassen." Nach einem späteren Statement Samsungs ist auch eine Freischaltung über die Hotline möglich.

Damit wäre also auch eine Erstaktivierung im außereuropäischen Reiseland möglich, allerdings mit ein wenig Aufwand.

Die Gründe für die Einschränkung sind unbekannt. Man vermutet, die Mobilfunknetzbetreiber könnten ihre Hände im Spiel haben. Es könnte auch sein, dass Samsung massenhafte Grauimporte erschweren möchte.

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