"Home Sharing"

Airbnb: 10 einfache Tipps für Gäste und Gastgeber

Über Airbnb kommt man günstig an Übernachtungsmöglichkeiten und kann auch die eigene Unterkunft vermieten – das nennt sich "Home Sharing". Die Nutzung von Airbnb ist nicht schwer – wir geben zehn Tipps, mit denen es noch einfacher wird und Hinweise zu den Regeln während der Corona-Pandemie.

25.06.2021, 16:01 Uhr
Airbnb 10 Tipps© Billiger-Telefonieren.de

Airbnb ist ein Portal, über das man Privatunterkünfte in fast allen Ländern der Welt buchen oder anbieten kann. Über das US-amerikanische Unternehmen wurden schon etliche Millionen Übernachtungen vermittelt. Bei Airbnb sind sowohl Besitzer von Ferienwohnungen vertreten als auch der Student von nebenan, der sein WG-Zimmer nächteweise vermietet. Es werden ganze Immobilien, einzelne Zimmer oder nur die Schlafcouch angeboten. Airbnb behält einen Teil des Geldes, das für die Unterkunft fällig wird, als Servicegebühr ein.

Egal, ob als Gast oder als Gastgeber: Unsere zehn Tipps helfen Airbnb-Anfängern, interessante Funktionen zu entdecken und herauszufinden, wie man Probleme löst oder gar nicht erst aufkommen lässt.

Für Gäste: Passende Gastgeber finden

1. Merkmale für Zuverlässigkeit

Wenn man Bedenken hat, sich bei einer Privatperson einzuquartieren, oder wenn man um die Verlässlichkeit des Gastgebers fürchtet, sollte man darauf achten, dass der Gastgeber sein Profil verifiziert hat. Dazu kann er beispielsweise sein Facebook-Profil verknüpfen und eine Ausweis-Kopie hochladen. Dasselbe gilt auch für Gäste: Einige Gastgebern fordern sogar, dass Gäste vor der Buchung ihre Identität bestätigt haben.

Außerdem kann man sich an die sogenannten Superhosts, also Super-Gastgeber, halten. Diese müssen eine Reihe von Vorgaben erfüllen: Sie müssen mindestens zehnmal Gäste beherbergt oder drei abgeschlossene Buchungen vorweisen können, die insgesamt 100 Übernachtungen umfassen. Dabei darf die Stornierungsrate nicht über 1 Prozent geraten, die Antwortrate muss bei mindestens 90 Prozent liegen und die Gesamtbewertung bei mindestens 4,8 Prozent.

2. Liste von Favoriten anlegen

Für eine Rundreise oder eine Reise mit mehreren Personen ist die Funktion der "Wunschliste" sehr praktisch. Aber auch, wenn man für eine Reise mehrere Gastgeber angeschrieben hat, behält man so besser den Überblick. Um eine Anzeige der Wunschliste hinzuzufügen, klickt man in der Übersicht auf das kleine Herz rechts oben. In der Detailansicht eines Inserats findet sich die Liste rechts oben im Menü unter "Gespeichert". Nach einem Klick kann man das Inserat einer Liste hinzufügen oder eine neue Liste anlegen. Die Wunschorte lassen sich auch mit anderen Mitreisenden teilen.

3. Gastgeber vor der Buchung anschreiben

Bevor man bucht, kann es sinnvoll sein, den Gastgeber zuvor direkt anzuschreiben. So kann man gleich testen, ob dieser schnell antwortet, ob die Unterkunft auch wirklich noch verfügbar ist, und man kann noch Fragen loswerden, die das Inserat vielleicht nicht beantwortet. Ist man zum Beispiel unsicher, ob der Gastgeber eine sehr späte Anreise zulässt oder möchte man klären, ob es in der Nähe Parkplätze gibt, kann man mit einer Mail schnell Klarheit schaffen. Bestenfalls merkt man auch direkt, ob der andere einem sympathisch ist. Nicht zuletzt vermeidet man auf diesem Weg Stornierungen, bei denen bereits bezahlte Vermittlungsgebühren nicht erstattet werden und wo eventuell noch Stornokosten hinzukommen.

Airbnb und Corona-Schutzmaßnahmen

Während der Bundesnotbremse 2021 und auch bereits im Jahr zuvor war Reisen zu touristischen Zwecken grundsätzlich untersagt. Sobald die 7-Tage- Inzidenz unter 100 bzw. 50 liegt ändern sich die Regeln. Was gilt für Airbnb?

Ganz generell gelten genau die selben Bestimmungen wie für reguläre Hotels und Ferienwohnung auch. Wenn Übernachtungen aus touristischen Gründen gestattet sind, dann gelten vor Ort bestimmte Regel, die Gäste und Gastgeber vor einer Ansteckung mit COVID-19 schützen sollen. So müssen bei persönlichen Interaktionen jederzeit Mund-Nasen-Schutz getragen und ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Gastgeber müssen erweiterte Reinigung durchführen, zu der auch die chemische Desinfektion zählt. Dazu wird sogar ein Reinigungshandbuch zur Verfügung gestellt.

Einige Gastgeber sind dazu übergegangen, die Bedingungen für Stornierungen grundsätzlich zu lockern, daraufhin anfallende Gebühren zu senken oder zu streichen oder beispielsweise auch eine Verschiebung des Reisezeitraums zu ermöglich. Es gibt auch die Möglichkeit, speziell nach Gastgebern mit flexiblen Stornierungsbedingungen zu filtern. Ist ein Gastgeber oder ein Gast an COVID-19 erkrankt, kann der Aufenthalt ungeachtet der Buchungsbedingungen storniert werden.

mobiles Internet UrlaubMit Airbnb findet man tolle Unterkünfte weltweit.© Dudarev Mikhail / Fotolia.com

Für Gastgeber: Auffindbar und abgesichert

4. Rechtliche Fragen abklären

Um als Gastgeber bei Airbnb Ärger zu vermeiden, sollte man sich an mehreren Stellen schlau machen. Ist man beispielsweise nicht der Eigentümer der Immobilie, muss man seinen Vermieter informieren, der wiederum der Weitervermietung zustimmen muss. Im schlimmsten Fall kann er den Mietvertrag kündigen, wenn unerlaubt vermietet wird.

Außerdem müssen die Einkünfte aus der Vermietung grundsätzlich bei der Steuererklärung angegeben werden. Betreibt man die Vermietung regelmäßig, kann es sein, dass man ein Gewerbe anmelden muss. Schließlich kann es für einzelne Städte besondere Vorschriften geben. In Berlin beispielsweise darf man aufgrund von Wohnraummangel nicht ohne Erlaubnis Ferienwohnungen anbieten, hier drohen hohe Bußgelder. All dies sollte man abklären, bevor man als Gastgeber bei Airbnb einsteigt.

5. Bei Airbnb gefunden werden

Hat man sich bei Airbnb als Gastgeber eingetragen, muss man natürlich auch von Gästen gefunden werden. Bei der Vielzahl an Anzeigen nicht immer ganz einfach, zumal laut Airbnb viele Faktoren auf den Suchalgorithmus einwirken. Es gibt einiges, was man tun kann, um sich in den Suchergebnissen zu positionieren. Unter anderem ist die Antwortrate wichtig, also die Anzahl an Anfragen, auf die man innerhalb von 24 Stunden reagiert hat. Zudem spielt es eine Rolle, wie viele Buchungs-Anfragen angenommen werden und wie frühere Gäste bewertet haben. Ist man noch ganz neu bei Airbnb, kann man Gäste auch über den Preis locken – günstige Preise helfen, erst einmal Buchungen zu bekommen, die später dann in guten Bewertungen resultieren. Wer noch keine Bewertungen hat, kann außerdem versuchen, stattdessen Referenzen von Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern zu erhalten.

6. Fotografenservice nutzen

Airbnb bietet in vielen Städten einen professionellen Fotografenservice für Gastgeber an. Zwar gibt es keine Garantie, dass ein Fotograf gerade an einem bestimmten Ort verfügbar ist, doch ist das Shooting für den Gastgeber kostenlos. Ein externer Fotograf kommt dann in der Unterkunft vorbei und fertigt Aufnahmen davon an. Innerhalb von vier Wochen lädt Airbnb die Fotos dann hoch. Man kann aber natürlich auch seine eigenen Bilder verwenden. Airbnb behält sich vor, die Fotos auch zu Werbezwecken nutzen zu dürfen.

7.Automatisierte Antworten nutzen

Airbnb bietet an, automatische Nachrichten an Gäste zu versenden. Bei bestimmten Ereignissen, wie der Buchung, beim Check-in oder Check-out gehen vorgefasste Meldungen heraus, auf Wunsch sogar mit personalisierten Anreden. Das funktioniert über die Funktion geplante Nachrichten. Mit dem Feature "schnelle Antworten" können außerdem Rückmeldungen zu häufig gestellten Fragen abgespeichert werden, die dann mit weniger Mühe manuell versendet werden können.

Für alle: Aktiv bleiben bei Airbnb

8. Schnell sein beim Bewerten

Egal ob Mieter oder Vermieter: Ganze zwei Wochen hat man nach einer Airbnb-Übernachtung Zeit, seine Bewertung für den Gast oder den Gastgeber abzugeben. Ist die Zeit verstrichen, geht das nicht mehr. Da hilft nix. Möchte man dennoch eine Rückmeldung geben, bleibt das nicht-öffentliche "Feedback" oder eine "Referenz", welche man beim Gegenpart per Anfrage beantragen muss.

Airbnb Hilfe-Center Mit Airbnb Kontakt aufzunehmen kann etwas umständlich sein.© Billiger-Telefonieren.de

9. Kontaktaufnahme mit Airbnb

Hieran sind schon etliche Nutzer verzweifelt. Airbnb bietet einen umfangreichen Hilfe-Bereich, aber man findet weder eine Telefonnummer noch eine Mailadresse. Nach Aussage von Airbnb will man so Warteschleifen kurz halten und den Nutzer dazu bringen, Antworten zunächst in den FAQ oder in der Community zu finden. Alternativ hilft Airbnb aber auf Facebook zügig weiter, ist auf Twitter aktiv (@airbnb_de) und über eine Notfall-Hotline erreichbar: +49 (0)30 30 80 83 80. Ist man eingeloggt, kann man auch unter "Problem lösen" eine Buchung aufrufen und dann auf "Mein Gastgeber konnte meine Frage nicht beantworten" klicken. Auf diesem Wege ist es dann möglich, ein E-Mail-Formular an Airbnb zu schicken.

10. Facebook und Google aussperren

Zwar ist das Einloggen via Facebook oder Google praktisch, auch zur Verifizierung eines Accounts, nicht jeder möchte aber seine Konten und Daten überall verknüpft wissen. Möchte man verhindern, dass Facebook beispielsweise die eigenen Buchungen mit Freunden teilt, kann man das in den Privatsphäre-Einstellungen unterbinden. Und so gehts: Account > Privatsphäre > Soziale Verbindungen > Häkchen entfernen.

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