Bildbearbeitung

Bessere Urlaubsfotos dank der richtigen Software

Die Familie grinst unscharf unter milchigem Himmel und im Hintergrund sieht man den Haarschopf eines Unbekannten - Foto löschen? Muss nicht sein, mit dem richtigen Programm kann man das Bild retten, und die Software gibt es sogar kostenlos im Internet.

Digitalkamera© goodluz / Fotolia.com

Hamburg (dapd/red) – Am besten wäre es natürlich, wenn der Urlaub niemals enden würde. Doch wie jedes Jahr ist die schöne Zeit schnell vorbei. Da ist es gut, wenn man wenigstens jede Menge Erinnerungen in Form von Fotos mit nach Hause bringt. Doch oft stellt man beim Betrachten fest, dass die Urlaubsschnappschüsse irgendwie nicht das wiedergeben, was man eigentlich hatte festhalten wollen: Details sind zu unscharf, die Farben leuchten nicht so wie man sie in Erinnerung hatte oder es ist vielleicht ein Arm oder Kopf drauf, der gar nicht dazugehört. Zum Glück gibt es inzwischen jede Menge Gratis-Bildbearbeitungsprogramme im Internet, die häufig sogar mit den kostenpflichtigen Varianten mithalten können. So kann man die Urlaubsfotos zu richtig schönen Bildern werden lassen. Doch welches Programm ist für mich das richtige? Dirk Hartmann von der Zeitschrift für Fotografie und Bildbearbeitung "Foto-Hits" gibt Tipps.

Leichte Bedienbarkeit steht im Vordergrund

Zunächst einmal sollten die kostenlosen Tools einfach und leicht verständlich zu bedienen sein. Natürlich sollten auch die Funktionen, die gerade Foto-Laien am häufigsten brauchen, enthalten sein - so vor allem das Korrigieren von Farbsättigung, Kontrasten und Helligkeit. Hier empfiehlt sich auch ein automatischer Abgleich.

Für Anfänger bestens geeignet

Besonders einfach aufgebaut und mit allem ausgestattet, was man für die Bildbearbeitung braucht, soll nach Meinung von Experten der JPG-Illuminator sein. Alle wichtigen Tools sind vorhanden, jedoch hält sich die Anzahl der Werkzeuge in überschaubaren Grenzen, so dass das Programm auch für Anfänger der Bildbearbeitung verständlich und leicht zu bedienen bleibt.

Störende Bildelemente einfach entfernen

Vor allem die Nachbearbeitung der Belichtung und der Farbsättigung sollen bei diesem Programm besonders gut sein. Weiterhin kann man damit störende Bildelemente wie Arme, Köpfe, Pfeiler etc., die eigentlich gar nicht mit aufs Bild sollten, nun aber die Gesamtoptik stören, relativ leicht entfernen. Natürlich kennt auch dieses Tool seine Grenzen. So wird die Entfernung von Objekten umso kniffliger, je größer die störenden Bereiche sind. Mit einer Vorschau-Funktion, hier "Tüftelei" genannt, kann man sich die Ergebnisse seiner Arbeit erst mal anschauen, bevor man die Änderungen endgültig speichert.

Für Bildmontage braucht es etwas Erfahrung

Wer schon etwas mehr Erfahrung hat, könnte an Experte Paint.net Gefallen finden. Das Programm eignet sich grundsätzlich für ambitionierte Anfänger. Ursprünglich geplant war es als kostenloser Ersatz für Microsoft Paint, hat dieses durch ständige Erweiterungen inzwischen aber längst überholt. Mit Experte Paint.net hat man die Möglichkeit, auf verschiedenen Ebenen zu arbeiten, daher eignet es sich besonders für Bildmontagen.

Einzelne Bildelemente lassen sich in Farbe, Form und Kontrast weitreichend bearbeiten. Bei der Korrektur von Belichtungsfehlern stoße das Programm angeblich an seine Grenzen.

Bildbearbeitung für Fortgeschrittene

Äh

Für Fortgeschrittene und Profis gibt es im Netz das Programm IrfanView. Nach Expertenmeinung ein echter Alleskönner, der komfortabel zu bedienen ist. Nicht nur Fotos, sondern auch Grafiken, Musik und Filme kann man mit dem Programm bearbeiten. Wer viele Bilder schicken oder speichern möchte, kann sie mit dem Programm auch direkt verkleinern. Darüber hinaus können die Fotos mit Rahmen versehen, skaliert oder gedreht werden. Zudem kann man einen Copyright-Text hinzufügen.

Ein weiteres sehr umfangreiches und gleichzeitig leicht zu bedienendes Bildbearbeitungs-Paket bietet PhotoScape. Über das Programm lassen sich unter anderem Stapel-Verarbeitung und Erstellung von beweglichen gif-Bildern realisieren. Aber auch die Optionen zur Einzel-Bildbearbeitung sind neben den Grundeinstellungen wie Kontrast und Helligkeit mit zahlreichen Rahmen und Filtern sehr umfangreich.

Mit den Allroundern Diashows erstellen

Ein weiterer Allrounder zum Verwalten von Bildern war lange Zeit Picasa, welches jedoch Mitte 2016 von Google vom Markt genommen wurde. Eine Alternative ist Ashampoo Photo Commander. Über dieses Programm lassen sich die Bilder sowohl übersichtlich verwalten als auch umfangreich bearbeiten. Über Tags und Bewertungen lassen sich Bilder kategorisieren und später einfach wiederfinden. Von Fotokalender bis hin zum Gestalten von Diashows ist mit dem Photo Commander alles möglich. Wer mag, kann automatisch seine Bilder optimieren lassen oder andere Spielereien wie etwa den Miniatur-Effekt anwenden. Ähnlich umfangreich ist auch das Programm Xnview.

Viele Tools erfordern Einarbeitungszeit

Noch mehr Tools und Funktionen hat das ursprünglich einmal für Linux entwickelte Fotobearbeitungsprogramm Gimp. Selbiges bietet richtige Profi-Werkzeuge zum Bearbeiten und stellt sozusagen die Freeware-Version zu Photoshop dar. Dafür muss man sich aber auch entsprechend in das Programm einarbeiten, was natürlich einen gewissen Zeitaufwand bedeutet. Egal für welche Software man sich letztendlich entscheidet, alle kann man kostenlos im Internet herunterladen und mit den aufgearbeiteten Fotos kann man seinen Urlaub anschließend im eigenen Wohnzimmer nochmal erleben.

Top