Computergeräusche

Lärmquellen beim Computer beseitigen

Lärm beim Computer stört nicht nur die Konzentration. Auch kann das laute Surren des Rechners ein Indiz dafür sein, dass etwas nicht stimmt. Oftmals ist es dann bereits höchste Zeit, um zu handeln.

Internet-Störung© Ana Blazik Pavlovic / Fotolia.com

Manche Arbeiten am Computer erfordern Konzentration. Zum Beispiel, wenn man einen Text schreiben oder ein Video bearbeiten muss. Genau in solchen Momenten ist es dann aber oft so, dass der PC Geräusche von sich gibt und man sich nicht mehr konzentrieren kann. Die gute Nachricht ist aber, dass es in der Regel immer die gleichen Übeltäter sind und die Beseitigung der Lärmquellen mit nur wenigen Handgriffen erfolgen kann. Wichtig ist das Wort "kann", denn manchmal nimmt das Ganze auch mehr Zeit in Anspruch. Doch wer sind die Täter und was kann man tun?

Ursache 1: Der Lüfter

Der erste Verdacht gilt immer den Lüftern. Im Fokus stehen die Ventilatoren vom Prozessor und von der Grafikkarte, denn beide Komponenten erzeugen Wärme und müssen gekühlt werden. Sind die Lüfter und die darunterliegenden Kühlkörper jedoch verschmutzt, dann müssen diese höher drehen und es kommt zu einer höheren Lärmkulisse. Abhilfe schafft in diesem Fall eine Reinigung mittels Druckluftspray, Staubsauger und auch ein kleiner Pinsel kann hilfreich sein.

Sind alle Lüfter gesäubert aber der Computer ist immer noch zu laut können zusätzliche Lüfter Abhilfe schaffen. Denn anders als man vielleicht denkt können diese helfen die Lautstärke zu senken. Wichtig ist dabei einen geraden Luftstrom im Gehäuse zu haben, so dass frische Luft vorn herein und warme Luft hinten herausgeführt wird. Dadurch staut sich die Hitze nicht im Gehäuse, und die Lüfter an Prozessor und Grafikkarte müssen weniger arbeiten und sind dadurch leiser.

Technisch affine Nutzer können zudem die Lüftereinstellungen im BIOS sowie mit Programmen bearbeiten, dabei sollte die Temperatur aber immer überwacht werden. Zudem kann man die vorhandenen Lüfter und Kühler auch gegen leisere austauschen. Vor allem für Prozessoren gibt es da viele Optionen, die ohne hohe Kosten oder viel Arbeit installiert werden können.

Ursache 2: Festplatte und Laufwerk

Weiter geht es mit den HDD-Festplatten und den optischen Laufwerken. Beide Komponenten haben mechanische Teile verbaut und können deshalb Geräusche von sich geben. Viele Festplatten haben außerdem Kontakt zum Gehäuse, welches dadurch als Resonanzkörper dient. Die Lösung: Für eine Lärmreduzierung kann man die Platte vom Gehäuse entkoppeln, noch besser ist allerdings der Tausch gegen eine SSD. Diese Art von "Festplatte" kommt, ähnlich wie ein USB-Stick, ohne bewegliche Teile aus und ist daher völlig geräuschlos. Des Weiteren profitiert man von einer deutlich höheren Geschwindigkeit.

Bei einem übermäßig lautem DVD- oder Blu-ray-Laufwerk kann man versuchen den Lesekopf mit Druckluftspray oder einem Wattestäbchen zu reinigen. Leider ist dies aber nicht immer die Ursache und bauartbedingt sind die meisten Teile nur sehr schwer zu erreichen, daher bleibt oft nur der Austausch als Option.

Lärm-Ursache 3: Das Netzteil

Ein weiterer Punkt auf der Liste ist das Netzteil. In einem Rechner hat dieses nämlich auch einen Lüfter und kann somit verschmutzen. Seltener kommt es zum sogenannten "Spulenfiepen". Dies ist ein metallenes Geräusch, das auftritt, wenn eine elektrische Komponente aufgrund der durch sie fließenden Energie zu vibrieren beginnt. Häufig betroffen von diesem Problem sind Netzteile und Grafikkarten. Bei einem Laptop kann es auch dazu kommen und vor allem bei günstigen Netzteilen ist es oft der Fall. Egal ob Computer oder Laptop: ein höherwertiges Produkt kann Abhilfe schaffen. Dabei ist zu beachten: Die angegebene Wattzahl ist kein Qualitätsindikator, viel wichtiger sind die Schutzschaltungen und die Spannungswerte. Vor dem Kauf lohnt es sich daher, den ein oder anderen Testbericht zur Hand zu nehmen.

Funktionen überprüfen – wann ist es dringend notwendig?

Wenn beispielsweise die Temperaturen zu stark ansteigen oder der Computer sich plötzlich ausschaltet, dann sollte man die Funktionen überprüfen. Im ersten Fall kann eine Reinigung der Lüfter und Kühler helfen, im zweiten Fall kommt man um den Tausch der Platte nicht herum. Auch wenn diese sehr lange halten, ewig lebt nun einmal kein Gerät. Mithilfe von verschiedenen Programmen kann man unter anderem die Temperaturen und den Zustand der Festplatte auslesen.

Tipps, um Lärmquellen dauerhaft zu beseitigen

Damit der PC dauerhaft leise bleibt, sollte man die Lüfter regelmäßig reinigen und Staub im Inneren des Gehäuses so gut es geht verhindern. Zudem sollte man darauf achten, dass genügend Lüfter im Gehäuse sind, um einen Hitzestau zu vermeiden. Ansonsten kann man – wie bereits erwähnt - noch eine geräuschlose SSD einbauen und vorhandene Lüfter und Kühler gegen leisere Austauschen.

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