Ratgeber

Das Internet als Student richtig nutzen

Viele Studenten lernen nicht mehr mit Büchern aus der Bibliothek, sondern mit dem Internet. Das Web ist allerdings voll mit unzähligen verworrenen Quellen. Wie man im Internet die richtigen Informationen findet und sich die Arbeit deutlich erleichtert, erklären wir hier.

Datenaustausch© Julien Eichinger / Fotolia.com

Linden (red) – Viele Studenten schreiben eine Arbeit, indem sie sich die Informationen bei Wikipedia und Google raussuchen. So soll die Hausarbeit am schnellsten fertig werden. Allerdings ist das Schreiben einer Hausarbeit so einfach dann doch nicht. Mit einer Kombination aus Internet und Büchern lässt sich die Arbeit deutlich erleichtern. Wir geben dazu Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie geht´s nach der Themenwahl weiter?

Das Thema als erstes bei Google einzutippen ist meist der falsche Weg. Quellen, die wissenschaftlich auch verwendbar sind, findet man bei Google meistens nur per Zufall. Man sollte dazu besser Google Scholar benutzen. Diese Suchmaschine ist auf wissenschaftliche Ergebnisse spezialisiert. Auch sollte man die klassische Bibliothek weiterhin als Informationsquelle nutzen. Man findet dort viele brauchbare Informationen, die man in der Form im Internet nicht finden kann. Wikipedia ist als Quelle bei vielen Prüfern nicht gerne gesehen, weil dort jeder mitschreiben kann und keine offiziellen Qualitätskontrollen stattfinden. Die Quellensammlung am Ende des Artikels kann allerdings sehr hilfreich sein.

Welche Internetseiten sind brauchbar?

Die Informationen auf Internetseiten sind zu 90 Prozent unseriös, schätzen Wissenschaftler, bei Büchern hingegen sind es vielleicht zehn Prozent. Man sollte im Internet nur seriösen Quellen, wie etwa Instituten, Bundesämtern und Universitäten, trauen. Auch sollte man immer darauf achten, wer die Seite ins Netz gestellt hat. Bei Texten von weniger bekannten Autoren sollte man sehr vorsichtig sein, weil man nie weiß, wie kompetent diese sind. Um diese Quellen bewerten zu können, muss man schon ein Experte auf dem jeweiligen Gebiet sein. Oft kann man unkonventionelle Thesen und völligen Unsinn schwer auseinander halten. Anhaltspunkte können nachvollziehbare Argumentationen sowie Quellenangaben sein. Als Quelle können auch Seiten von Verbänden oder Parteien dienen. Diese sollte man allerdings mit Vorsicht nutzen, da sie oft keine unabhängige Darstellung des Themas liefern. Ein Blog sollte als Quelle eher nicht zitiert werden. Dennoch kann ein Internetblog beim Nachdenken etwas auf die Sprünge helfen.

Wie werden Quellen richtig zitiert?

Bei einem Zitat aus dem Internet ist es wichtig, möglichst nachvollziehbar zu zitieren. Zu den Quellenangaben gehört bei einem Zitat aus dem Internet der Autor, der Titel des Textes, wenn vorhanden das Veröffentlichungsdatum, die Internetadresse und das Datum, an dem man zuletzt auf der Seite war. Diese Angaben sind wichtig, da sich Internetquellen schnell verändern können. Eine Internetseite, die heute noch eine brauchbare Quelle war, kann morgen einen ganz anderen Text enthalten. Um wirklich sicher zu gehen, sollte man die genutzten Seiten speichern und dem Prüfer mit einer CD einreichen. Mit so einer CD werden Online-Quellen besonders nachvollziehbar für den Prüfer.

Die größte Stärke des Internets ist die Aktualität. Wer über aktuelle Themen schreibt, ist auf das Internet angewiesen. Für ältere Themen, wie etwa die Französische Revolution, findet man alle Informationen auch in Büchern. Bei Quellen aus dem Internet ist "Copy and Paste" generell der falsche Weg. Wenn man mit so einem kopierten Text auffällt, riskiert man - außer der Ehre - auch den Abschluss.

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